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Erfahrung weitergeben
Gartenbauvereine helfen gegen grünen Kummer

Gärtnern soll Spaß machen, und nicht zur demotivierenden Schufterei verkommen. Wer aber eher mit Grausen an die startende Gartensaison denkt, ist wahrscheinlich in einem Obst- und Gartenbauverein richtiger als er zunächst denkt. Von Sophia Schülke

„Im Obst- und Gartenbauverein trifft man Gleichgesinnte und profitiert von deren Erfahrung“, sagt Monika Lambert-Debong, Geschäftsführerin des Verbands der Gartenbauvereine Saarland und Rheinland-Pfalz. Gut 45 000 Männer und Frauen im Saarland und in Rheinland-Pfalz teilen diese Meinung, und haben sich einem der gut 360 Obst- und Gartenbauvereine vor Ort angeschlossen. Das gemeinsame Ziel besteht auch darin, regionale Identität zu pflegen. „Uns ist vor allem die Erhaltung der hiesigen Kulturlandschaft wichtig“, erklärt Lambert-Debong.

Um dies zu gewährleisten und Fachwissen weiterzugeben, organisiert der Verband Bildungsangebote wie Führungen, Gartenreisen und Seminare. In Lehrgängen zum Gartenfachwart erfahren Interessierte in Hundert Stunden mit Theorie und Praxis unter anderem, wie sie Obst- und Ziergehölze veredeln, Pflanzen vermehren, Boden pflegen und ihre Ernte richtig lagern. Dafür muss man nicht Mitglied sein. „Jeder kann alles besuchen“, sagt die Geschäftsführerin, gibt aber zu bedenken, „wenn keiner mehr Mitglied wird, existieren die Angebote irgendwann nicht mehr“.

Zu den bekanntesten Aktionen des Verbands gehört der Tag der offenen Gartentür, der am 28. Juni stattfindet, und laut Lambert-Debong zum „Selbstläufer, so wie man es sich nur wünschen kann“ geworden ist. ⇥