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Alles dreht sich um die Walnuss

In der „Genusswerkstatt“ von Anne Renner und Elke Rapp (v. links) laufen die Vorbereitungen für das Fest auf Hochtouren. Handgemachte Walnuss-Spezialitäten sind ihr Markenzeichen.
In der „Genusswerkstatt“ von Anne Renner und Elke Rapp (v. links) laufen die Vorbereitungen für das Fest auf Hochtouren. Handgemachte Walnuss-Spezialitäten sind ihr Markenzeichen. FOTO: Volker Baumann
Am Sonntag steht die elfte Auflage des Walnussfestes in Großbundenbach an.

In der Gemarkung Großbundenbach gibt es über 140 Walnussbäume. Was also lag näher, die Walnuss als ein Alleinstellungsmerkmal herauszustellen. Das Dorf wirbt mit zwei wichtigen Eigenschaften der Walnuss: „In der Medizin wurde der gesundheitliche Aspekt der Frucht eindeutig nachgewiesen. Es gibt nur wenige Nahrungsmittel, die so vollwertig und gesund sind wie sie. Aus Walnüssen lässt sich wertvolles Öl gewinnen. In Großbundenbach haben wir Walnussöl in einer Gemeinschaftsaktion hergestellt. In der Möbelindustrie ist das Walnussholz sehr begehrt und erzielt regelmäßig als Furnierholz hohe Erträge. Dabei wird auch das Holz der mit der Walnuss verwandten Schwarznuss verwendet. In manchen Regionen wird das Holz daher auch forstwirtschaftlich angebaut“.

Im Rahmen der Dorfmoderation – unter Leitung des Architekten Wolf – reifte die Idee, eine Veranstaltung auszurichten, bei der sich alles um die Walnuss dreht und bei der alle Bürger und Vereine aktiv eingebunden werden. Das 1. Walnussfest fand im September 2008 statt, nachdem viele Hürden zu nehmen waren, handelte es sich doch bei dem Themenfest um ein Novum in der Dorfgeschichte. Auf Anhieb kamen über 1200 Besucher in den idyllisch gelegenen Ort, eine überwältigende Resonanz und ein großer Erfolg für alle Bürger des Ortes, die Standbetreiber und die Organisatoren.

Die Erfolgsgeschichte schreibt sich bis heute fort und das Walnussfest ist ein fester Höhepunkt im Jahreskalender von Großbundenbach, mit zuletzt im 10. Jubiläumsjahr 38 Ständen und tausenden zufriedenen Besuchern. Mit diesem Fest findet jetzt immer am 2. Sonntag im September zum Tag des offenen Denkmals ein „Tag des offenen Dorfs“ statt. Nun geht die nussige Erfolgsgeschichte am Sonntag schon in die 11. Runde mit dutzenden von Anbietern.



Alle Angebote des Festes aufzuzählen, würde die Kapazität dieses Berichtes sprengen. Ein „Rundgangflyer“ im handlichen Format sorgt aber mit detaillierter Beschreibung und Position der einzelnen Stände für die perfekte Information. Nur ein paar Beispiele zum Appetit holen: Schwarze Nüsse, Nuss-Sirup, Walnuss-Gebäck, Fruchtaufstriche mit Walnuss, Kuchen, Walnussnudeln, Apfelbalsamessig, Walnussöl, gebrannte Walnüsse, Feinschmecker-Müsli, Mühlentaler, Apfelchutney, selbstbelegte Flammkuchen, Wildschweinleberwurstbrote, selbstgebackene Kuchen und Torten, Dampfnudeln mit Vanillesoße, Walnussbrot, Gebratene Walnussmaultaschen mit Rahmsoße und und und.....

Natürlich kommen auch die Freunde der Spirituosen, ebenso wie die des Kunsthandwerks nicht zu kurz. Wer so viel für Auge und Magen tut, der sollte sich auch das Programm am Sonntag nicht entgehen lassen: 9.15 Uhr: Gottesdienst zum Walnussfest. 10.30 Uhr: Eröffnung mit Ansprache der Marktgräfin Sickinger Land Sophie Wilhelm und Überreichung der Walnussbäumchen für die neugeborenen Kinder. 15 Uhr: Kirchenkonzert mit dem „Kammerorchester Zweibrücken“. Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten. 16 Uhr: Kirchenführung mit Pfarrer Milan Unbehend. Für die Kinder (in der Kita): Kinderschminken, Kindertattoo und Glücksrad-Tombola, Waldschule (Ausstellung der einheimischen Tierwelt).

Für die musikalische Unterhaltung sorgt die Dixieland-Combo „TheMa Lulex“. Außerdem werden die Besucher im Großbundenbacher Pfarrgarten mit Live-Musik unterhalten. Wer sich schon am Samstagabend etwas auf das Fest einstimmen möchte, der ist ab 18 Uhr beim Abendschoppen, am Stand der Freiwilligen Feuerwehr, gut aufgehoben.

Walnussbäume sind stetiger Begleiter bei einem Spaziergang auf der Großbundenbacher Höhe.
Walnussbäume sind stetiger Begleiter bei einem Spaziergang auf der Großbundenbacher Höhe. FOTO: Volker Baumann