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Während die Groko mit sich selbst ringt
Stabilere AfD in Warteposition

FOTO: SZ / Roby Lorenz
Die Groko-Parteien sind ja in diesen Tagen sehr mit sich selbst beschäftigt. Am vergangenen Wochenende hätten sie ihre Aufmerksamkeit besser woandershin gerichtet: Nach Braunschweig, zur AfD. Die wartet nämlich schon. Von Werner Kolhoff

Bei ihrem sechsten Parteitag hat sich die AfD zum ersten Mal als erwachsene, professionalisierte Partei präsentiert. Sie hat die üblichen Intrigen und Personalquerelen stark zurückgefahren und eine Art innere Balance gefunden.

Mit dem rechtsradikalen „Flügel“ des Thüringer Landeschefs Björn Höcke gibt es ein Arrangement: Machtteilung gegen Zurückhaltung. Wichtige inhaltliche Klärungen blendet die Partei einfach aus. So ist derzeit zum Beispiel noch offen, ob die Partei die gesetzliche Rentenversicherung abschaffen oder im Gegenteil ausbauen will. Egal. Bei Neuwahlen würden die Rechtspopulisten weiter zulegen und wohl mindestens 15 Prozent erreichen. Wahrscheinlich mehr als die SPD.