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Vorwahlen in Iowa
Mega-Blamage für die Demokraten

 Herrmann Frank
Herrmann Frank FOTO: SZ / Robby Lorenz
Vor vier Jahren machten die US-Präsidentschaftswahlen jede Menge Negativ-Schlagzeilen. Moskau versuchte sich aktiv an einer Beeinflussung, und bei den Demokraten gab es Hinweise darauf, dass die Parteiführung die interne Favoritin Hillary Clinton zu Lasten ihres Gegners Bernie Sanders bevorzugte. Von Friedemann Diederichs

Und nun die Mega-Blamage beim Vorwahl-Auftakt im Bundesstaat Iowa. Nach massiven Problemen beim Auszähl-Verfahren für das antiquiert wirkende „Caucus“-System waren die Ergebnisse erst einmal nicht verfügbar. Stattdessen regierten Chaos, Konfusion und Verschwörungs-Vermutungen mancher Kandidaten, die glauben, dass sich das Partei-Establishment gegen sie verbündet hat.

Unabhängig wer am Ende in Iowa zum Gewinner erklärt wird: An der Legitimität dieser Wahl wird es angesichts dieser peinlichen Pannen-Veranstaltung noch lange Zeit Zweifel geben. Dass es im digitalen Zeitalter solche Probleme gibt, die erneut ein denkbar schlechtes Licht auf das demokratische System der USA werfen, ist schier unglaublich. Und fast noch unglaublicher ist, dass es den Demokraten – die Präsident Donald Trump seit 2016 Wahlbeeinflussung vorwerfen – nicht gelungen ist, nach vier Jahren Vorbereitung einen vorbildlichen Start ins Wahljahr hinzulegen und alle Zweifel an einem ordentlichen Verlauf von vornherein auszuräumen.