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Gewaltverbrechen an Rohingya
Myanmar wegen Völkermords angeklagt

Den Haag. Myanmar muss sich wegen Völkermords an den Rohingya vor dem Internationalen Gerichtshof verantworten. Die Anhörungen begannen am Dienstag im niederländischen Den Haag. Der Prozess soll klären, ob das Militär des südostasiatischen Landes bei der Verfolgung der muslimischen Minderheit gegen die UN-Völkermordkonvention verstoßen hat. epd

Gambia hatte im November eine entsprechende Klage eingereicht. Myanmar ist mit einer Delegation unter Führung von de-facto-Regierungschefin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi vertreten. Während der Anhörung wurden Details über Morde, Massenvergewaltigungen, Folter und das Niederbrennen ganzer Rohingya-Dörfer geschildert.