| 20:54 Uhr

Rom
Vatikan manipuliert Brief von Alt-Papst Benedikt XVI

Rom. Was war da nur los im Vatikan? Pünktlich zum fünfjährigen Amtsjubiläum von Franziskus hat der Kirchenstaat eine Buchreihe über den Papst veröffenticht. Sein Vorgänger sollte dazu ein paar nette Zeilen schrieben. Das machte Benedikt XVI auch. In einem Brief lobte er seinen Nachfolger ausgiebig. Es sei ein „törichtes Vorurteil, demzufolge Papst Franziskus nur ein Praktiker ohne besondere theologische oder philosophische Bildung wäre, während ich einzig ein theoretischer Theologe gewesen sei, der wenig vom konkreten Leben eines heutigen Christen verstanden hätte“. Auch sei Franziskus ein „Mann von tiefer philosophischer und theologischer Bildung“.

Was war da nur los im Vatikan? Pünktlich zum fünfjährigen Amtsjubiläum von Franziskus hat der Kirchenstaat eine Buchreihe über den Papst veröffenticht. Sein Vorgänger sollte dazu ein paar nette Zeilen schrieben. Das machte Benedikt XVI auch. In einem Brief lobte er seinen Nachfolger ausgiebig. Es sei ein „törichtes Vorurteil, demzufolge Papst Franziskus nur ein Praktiker ohne besondere theologische oder philosophische Bildung wäre, während ich einzig ein theoretischer Theologe gewesen sei, der wenig vom konkreten Leben eines heutigen Christen verstanden hätte“. Auch sei Franziskus ein „Mann von tiefer philosophischer und theologischer Bildung“.

Der Vatikan war total entzückt und schickte Medien weltweit ein Foto des Briefes. Die Sache hatte nur einen Haken. Die letzten Passagen waren auf dem Bild völlig unscharf. Bewusst, räumte die PR-Abteilung jetzt zähneknirschend ein. Dort schreibt Benedikt nämlich, dass er die Bücher „leider“ nicht gelesen habe und auch in Zukunft wohl nicht dazu kommen werde. Keine gute Werbung.