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Vorwürfe aus Nordkorea
USA und Südkorea beginnen Manöver

Seoul. Inmitten schwerer Spannungen mit Nordkorea haben die USA gestern ihr jährliches gemeinsames Militärmanöver mit dem Verbündeten Südkorea begonnen. Zehntausende Soldaten nehmen an den auf zwei Wochen angelegten Übungen teil.

Seitens der US-Armee beteiligen sich insgesamt 17 500 US-Soldaten. Nordkorea fühlt sich durch das Manöver bedroht. Südkoreas Präsident Moon Jae In wies nordkoreanische Vorwürfe der Kriegstreiberei zurück. Moon versicherte, die Übung sei „rein defensiver Natur“. Er appellierte an seinen Nachbarn, die Übung nicht „als Ausrede für Provokationen zu nutzen, die die Situation verschlimmern würden“. Bei einer Kabinettssitzung sagte Moon, Nordkoreas wiederholte Provokationen zwängen Südkorea und die USA dazu, die gemeinsamen Militärübungen abzuhalten. Das würde im Gegenzug den „Teufelskreis am Laufen halten“. Pjöngjang warf dagegen den USA vor, auf der koreanischen Halbinsel „Öl ins Feuer zu gießen“. Niemand könne garantieren, dass sich das Manöver nicht zu "tatsächlichen Kämpfen" ausweite, hieß es in der Staatszeitung "Rodong Sinmun".