| 23:32 Uhr

Glosse
Smarter Hausputz

Irgendetwas kann da nicht stimmen. So schwärmt eine Pressemitteilung davon, dass der Haushalt „immer smarter“ wird. Und was ändert sich zu Hause? Gar nichts. Nicht die allerkleinste Intelligenzsteigerung lässt sich bei Staubsauger, Spülschwamm oder Plastikeimer feststellen. Von Pia Rolfs

Obwohl sie vorsichtshalber kaum noch angefasst werden – Intelligenz macht ja gerüchteweise oft kratzbürstig.

Wobei all das, zugegeben, eine listige Täuschung sein kann. So diskutieren Besen und Lappen womöglich immer dann eloquent über den Weltfrieden und die Heilung aller Krankheiten, wenn die Möchteungern-Hausfrau nicht zu Hause ist. Sobald sie aber zurückkommt, tun sie, als sei alles wie vorher. Und das bedeutet leider meistens: schmutzig. Denn gefragt ist ja aus Menschensicht gar keine abstrakte Intelligenz. Sondern das eigenständige Sauberhalten des Haushalts! Hier allerdings sind die Putz-Utensilien offenbar schon so weit, dass sie immer warten, bis jemand anderes sich erbarmt und die Arbeit macht. Wie sie von Menschen gelernt haben, gilt das nämlich als besonders schlau.