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Seoul/Washington
Trump trifft Kim – trotz Raketentest

Seoul/Washington. Nach einer neuen Serie nordkoreanischer Raketentests hat US-Präsident Donald Trump überraschend ein weiteres Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un in Aussicht gestellt. Dabei nannte er die von Nordkorea kritisierten laufenden amerikanisch-südkoreanischen Militärmanöver am Samstag „lächerlich und teuer“.

Nordkoreas Militär hatte am Samstag zum fünften Mal binnen zwei Wochen Raketen abgefeuert. Nach südkoreanischen Angaben erreichten sie eine Flughöhe von 48 Kilometern und stürzten nach einem 400 Kilometer langen Flug ins Japanische Meer. Das Präsidialamt in Seoul sprach von einer „Machtdemonstration“ des Nordens gegen die Militärmanöver im Süden.

Die EU verurteilte den Raketentest scharf. Nordkorea müsse von weiteren Provokationen absehen und seine Verpflichtung zum Verzicht auf solche Waffentests erfüllen.

Trump twitterte dagegen, Kim habe ihm in einem Schreiben „sehr nett“ bekundet, dass er nach dem aktuellen Manöver der USA und Südkoreas bereit für ein Treffen und Verhandlungen sei. Der Brief sei auch „eine kleine Entschuldigung“ für den Raketentest gewesen. Nach dem Manöver würden auch die Tests enden. Kim und Trump hatten Ende Juni bei einem kurzen Treffen Arbeitsgespräche zur atomaren Abrüstung in der Region vereinbart.