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Nach den Enthüllungen
Trump sucht weiter nach Maulwurf im Weißen Haus

US-Präsident Donald Trump fühlt sich nach Enthüllungen nicht geschwächt.
US-Präsident Donald Trump fühlt sich nach Enthüllungen nicht geschwächt. FOTO: dpa / Jim Urquhart
Washington. Das Weiße Haus sucht weiter nach dem Maulwurf in den eigenen vier Wänden. Einem Bericht der „New York Times“ unter Berufung auf einen Regierungsberater zufolge soll im Weißen Haus eine Liste mit zwölf Namen kursieren, die als mögliche Autoren eines Gastbeitrages in derselben Zeitung infrage kommen. ap/dpa

Das Blatt hatte am Vortag einen anonymen Beitrag eines Regierungsvertreters gedruckt, der in drastischen Worten mit dem Präsidenten ins Gericht ging und erklärte, es gebe einen Kreis von Regierungsmitarbeitern, die ihre Aufgabe darin sähen, Trump am Schlimmsten zu hindern. Schon zuvor sahen sich zahlreiche Regierungsmitglieder gezwungen, ihre Unschuld zu beteuern.

Trump forderte den Autor des Beitrags auf, sich zu stellen. „Um der nationalen Sicherheit willen sollte die ‚New York Times’ seinen Namen sofort veröffentlichen“, sagte Trump am Donnerstagabend bei einem Wahlkampfauftritt in Billings im US-Bundesstaat Montana und nannte den Autor einen „Feigling“.

Die „New York Times“ geriet nach der Veröffentlichung selbst in die Kritik, weil sie den Beitrag entgegen journalistischer Regeln anonym erschienen ließ. Unklar ist, wie hochrangig der so bezeichnete Autor tatsächlich ist. Klar ist aber, dass seine Aussagen für viel Aufruhr im Weißen Haus sorgen – wie am Tag zuvor schon der Pulitzer-Preisträger Bob Woodward.