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Washington
Trump erntet Spott nach Treffen mit Putin

Washington. Nach heftiger Kritik auch aus den eigenen republikanischen Reihen macht US-Präsident Donald Trump einen Rückzieher: Er hält nun anscheinend doch nichts von dem Plan, mit Russland bei der Cybersicherheit zusammenzuarbeiten.

Trump hatte nach seinem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin am Rande des G20-Gipfels in Hamburg die Absicht einer gemeinsamen Arbeitsgruppe zu dem Thema verkündet – und angesichts der Russland angelasteten Hackerangriffe im US-Wahlkampf daheim sogar beißenden Spott geerntet. Der republikanische Senator Lindsey Graham etwa meinte zur Idee einer gemeinsamen Arbeitsgruppe zur Cybersicherheit, es sei zwar nicht die dümmste, die er bisher gehört habe, „aber sie kommt nahe daran“. Gleichzeitig sieht sich Trump mit neuen Enthüllungen zu den Russland-Kontakten seines Wahlkampfteams konfrontiert. Wie die „New York Times“ berichtete, hatten sich der älteste Sohn des Präsidenten zusammen mit seinem Schwager Jared Kushner im Juni 2016 mit einer russischen Anwältin getroffen. Diese habe im Vorfeld kompromittierende Informationen über die damalige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton in Aussicht gestellt. Donald Trump Jr. bestätigte das Treffen.