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Trotz Investitionen
Viel zu wenige Kitaplätze für unter Dreijährige

Berlin. Trotz Investitionen von Bund und Ländern in den Kita-Ausbau bleibt die Suche nach einem Betreuungsangebot für unter Dreijährige für viele Eltern schwierig. In Deutschland fehlen aktuell noch immer 273 000 Plätze für diese Altersgruppe, wie die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf Zahlen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) berichtet. dpa

Das entspreche einer Betreuungslücke von 11,6 Prozent. 2017 hatten noch 279 000 Kitaplätze gefehlt, was einer Lücke von 12,1 Prozent entsprach. Das Bundesfamilienministerium verwies auf die „große Erfolgsgeschichte“ der Kindertagesbetreuung. Als Grund dafür, dass die Lücke kaum kleiner geworden ist, werden in dem Zeitungsbericht steigende Geburten- und Zuwandererzahlen genannt. Außerdem gebe es immer mehr Eltern, die sich einen Kitaplatz für ihr Kind wünschten. „Die Kommunen müssen sich darauf einrichten, dass sie in zehn Jahren für alle Kinder ab zwei Jahren eine Betreuung anbieten müssen“, sagte IW-Familienpolitik-Experte Wido Geis-Thöne. Seit August 2013 haben Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr bundesweit einen Anspruch auf einen öffentlich geförderten Betreuungsplatz. Experten befürchten, dass sich die Lücke wegen des Erziehermangels noch dramatisch vergrößert. Der familienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marcus Weinberg, forderte in der „Welt am Sonntag“, die Rekrutierung neuer Fachkräfte müsse als „nationale Aufgabe“ begriffen werden. Eine Sprecherin des Bundesfamilienministerium erklärte, allein in der U3-Betreuung seien in der vergangenen Dekade rund 400 000 Plätze geschaffen worden.