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Trotz Aufruf zur Stimmabgabe
Offenbar geringe Wahlbeteiligung im Iran

Teheran. Iranische Bürger waren am Freitag zur Wahl eines neuen Parlaments aufgerufen. Allerdings gingen Beobachter von einer geringeren Wahlbeteiligung als üblich aus. Vor der Abstimmung sind mehr als 7000 potenzielle Kandidaten aus dem reformorientierten und moderaten Lager disqualifiziert worden, unter ihnen 90 Abgeordnete, die zur Wiederwahl antreten wollten. ap

Die iranische Führung rief die Wähler dennoch zur Stimmenabgabe auf, das sei eine religiöse Pflicht. Fast 58 von mehr als 80 Millionen Iranern sind wahlberechtigt. Bei den vorherigen Parlamentswahlen lag die Beteiligung bei mehr als 50 Prozent, 2016 waren es nahezu 62 Prozent. Erste Ergebnisse werden voraussichtlich am Samstag bekannt gegeben.