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Trofeo-Radrennen in Homburg
Trofeo macht wieder in Homburg Station

Homburg. Junioren-Radrennen mit großem Sport und attraktivem Rahmenprogramm am Samstag, 9. Juni, in der Innenstadt. Von Thorsten Wolf

Am Samstag, 9. Juni, ist sie wieder in Homburg zu Gast, die Trofeo Saarland. Damit wird auch die 31. Auflage des Junioren-Radrennens erneut Radsport-Fans in die Kreis- und Universitätsstadt locken. Zu Beginn der Woche gaben Organisationsleiter Wolfgang Degott, Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind, Christoph Palm und Marco Emich von der Volks- und Raiffeisenbank Saarpfalz sowie Jürgen Schirra von den Stadtwerken erste Einblicke in das, was da kommt. Und das ist auch 2018 wieder jede Menge, ganz gleich, ob es um das eigentliche Rennen oder um das Rahmenprogramm auf dem Christian-Weber-Platz geht.

Was gleich bleibt im Vergleich zu den Vorjahren: Homburg ist herausfordernde Teiletappe des insgesamt viertägigen Radsportspektakels, das auch diesmal, und damit zum nunmehr elften Mal, wieder Teil der renommierten Rennserie „Nations’ Cup“ für Junioren ist. Damit hat die Rundfahrt erneut den höchsten Stellenwert, den ein Juniorenrennen auf der Welt erhalten kann. In Sachen Streckenführung bauen die Organisatoren auf Bewährtes, vom Start- und Zielpunkt an der Talstraße in Höhe des Christian-Weber-Platzes geht es vier Mal rund, über Kirrberg, Mörsbach, Käshofen, Sanddorf und Bruchhof zurück nach Homburg – insgesamt sind 79 Kilometer zu bewältigen. Los geht es um 12 Uhr. Wolfgang Degott zeigte sich sicher, dass es mit den Jahren gelungen sei, die Homburger Etappe zu einem Klassiker zu machen, der auch in der Trofeo einmalig sei. „Wir haben eine Strecke, die seit Jahren unverändert ist, die in den Innenstadt beginnt. Und wir haben ein Rennen, das mittags startet – also zu einer Zeit, in der noch viele Leute in der Stadt sind. Deswegen gibt es auch guten Zuspruch.“

Auch seitens des Teilnehmerfeldes könne man aus dem Vollen schöpfen, insgesamt seien 20 Junioren-Nationalmannschaften am Start, vornehmlich aus Europa, aber auch aus den USA und Japan. Zwischenzeitlich müsse man sogar schon Mannschaften absagen. Was Degott auch nicht unerwähnt ließ, war der finanzielle Kraftakt, den die Ausrichtung der Trofeo für die Organisatoren bedeute. Hier sei inszwischen das Land mit 30 000 Euro der größte finanzielle Unterstützer – angesichts von Gesamtkosten von rund 100 000 Euro. In diesem Zusammenhang würdigte Homburgs OB Rüdiger Schneidewind das Engagement von Saar-Innenminister Klaus Bouillon. „Man kann wirklich dankbar sein, dass der Minister hier eingesprungen ist, denn: Im Prinzip stand das Rennen durchaus durch die schwierige finanzielle Situation der Gemeinde Gersheim in Frage“.



Zum Hintergrund: Wegbrechende Kommunen und ausscheidende Sponsoren hatte die Gemeinde Gersheim als Veranstalter um den Fortbestand des Juniorenradrennens bangen lassen (wir berichteten). Das Rennen ist nun also gesichert. Doch gerade in Homburg ist der Sport nur ein Teil der Trofeo-Geschichte. Den anderen bestreiten federführend als Partner der Trofeo die Volks- und Raiffeisenbank gemeinsam mit den Homburger Stadtwerken, mit denen man für das umfangreiche Rahmenprogramm auf dem Christian-Weber-Platz verantwortlich zeichnet. Christoph Palm begründete das seit Jahren währende Engagement seines Hauses für diesen Teil der Homburger Trofeo-Etappe vor allem auch mit der Ausnahmestellung des Juniorenradrennens, „da engagieren wir uns gerne. Das ist eine Erfolgsgeschichte“. Das bestätigte auch Jürgen Schirra, „das ist eine tolle Sache, da sind wir gerne mit dabei“. Der Bedeutung des Rennens angemessen, habe man auch wieder das Rahmenprogramm gestaltet.

Was genau man an Unterhaltung am Renntag bieten werde, das beschrieb Marco Emich. So sei, neben den Cheerleadern aus Jägersburg und dem TV Kübelberg mit seinem „Rope Skipping“ zum ersten Mal auch das Turn-Team Schwaben-Saar Teil des Programms. Angebote des Stadtsportverbandes Homburg gemeinsam mit „Homburg lebt gesund“, eine Hüpfburg, ein DJ und einige weitere Attraktionen rundeten das Unterhaltungsangebot während der Zeiten, in denen die Fahrer in Homburg unterwegs sind, ab. Christoph Palm: „Das Rahmenprogramm ist inzwischen wirklich hochklassig.“ Und Wolfgang Degott ergänzte, dass gerade dieses umfangreiche Programm innerhalb der Trofeo einmalig sei an den Etappenstandorten, „das haben wir weder in Gersheim noch in Neunkirchen“.