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Denkmal
Steinerne Zeugen in Zeit und Raum

Auf dem Schlossberg thront über der Stadt Homburg die Festungsruine Hohenburg. Erbaut im 12. Jahrhundert durch die Grafen von Homburg, wurde die Burg in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts unter den Grafen von Nassau-Saarbrücken zu einem Renaissanceschloss umgestaltet. In der Zeit des Sonnenkönigs Louis XIV. befestigte der französische Festungsbauer Vauban zusammen mit der Stadt die Anlage, die 1714 schließlich geschleift wurde. Die Ruinen wurden mittlerweile freigelegt und teilweise restauriert. Führungen gibt es am Sonntag um 11, 14 und 16 Uhr.
Auf dem Schlossberg thront über der Stadt Homburg die Festungsruine Hohenburg. Erbaut im 12. Jahrhundert durch die Grafen von Homburg, wurde die Burg in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts unter den Grafen von Nassau-Saarbrücken zu einem Renaissanceschloss umgestaltet. In der Zeit des Sonnenkönigs Louis XIV. befestigte der französische Festungsbauer Vauban zusammen mit der Stadt die Anlage, die 1714 schließlich geschleift wurde. Die Ruinen wurden mittlerweile freigelegt und teilweise restauriert. Führungen gibt es am Sonntag um 11, 14 und 16 Uhr. FOTO: Thorsten Wolf
In diesem Jahr steht am Sonntag, 9. September, der Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“. Auch der Saarpfalz-Kreis nimmt an der bundesweiten Aktion der Deutschen Stiftung Denkmalschutz teil.

Der Saarpfalz-Kreis steht für Verwaltung, Bildung, Gesundheit und Soziales und auch für Tourismus und
Unesco-Biosphärenreservat. Was den Kreis aber auch auszeichnet, ist das historische und kulturelle Erbe. Dies zu bewahren, dafür setzen sich die Verantwortlichen mit viel ehrenamtlicher Unterstützung auf vielen Ebenen ein. Am Sonntag, 9. September, können Interessierte einen anderen Blick auf die Kreisebene werfen: beim Tag des offenen Denkmals.

Der Saarpfalz-Kreis hat an diesem Sonntag einiges zu bieten, von Homburg über Blieskastel bis nach Gräfinthal und Niedergailbach. „In diesem Jahr steht der Denkmaltag unter dem Motto ‘Entdecken, was uns verbindet’“, sagt Bernhard Becker, Leiter des Amtes für Heimat- und Denkmalpflege im Saarpfalz-Kreis. Für ihn bedeutet dieser Tag „Denkmäler zu präsentieren, die in der Regel der Öffentlichkeit nicht allgemein zugänglich sind. Der Tag dient auch dazu, Menschern allgemein für Denkmäler zu sensibilisieren, denn Denkmäler sind Zeugen vergangener Epochen“.

Ein besonderes Augenmerk sei in diesem Jahr auch auf den saarländisch-lothringischen Grenzraum zu richten. Viele Kapellen in der Region hätten einen grenzüberschreitenden Bezug, so Becker. 2018 sei Europäisches Kulturerbejahr. Das von der Europäischen Kommission initiierte Themenjahr rege dazu an, unser kulturelles Erbe neu zu entdecken und so unsere gemeinsame europäische Geschichte auch lokal bei uns zu Hause aufzuspüren – gerade auch am Tag des offenen Denkmals. Insgesamt können die Besucher deutschlandweit mehr als 7700 historische Baudenkmäler, Stätten und Parks erleben.



Die Idee eines Denkmaltages stammt aus Frankreich. 1984 rief der damalige Kulturminister Jack Lang die Tage der offenen Türen in historischen Sehenswürdigkeiten (Journées Portes ouvertes dans les monuments historiques) ins Leben. Aufgrund der großen Resonanz folgten dann weitere Länder dem Beispiel. 1991 griff der Europarat diese Initiativen auf und begründete offiziell die European Heritage Days.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte Bürgerinitiative für Denkmalschutz und Denkmalpflege in Deutschland, sie wurde 1985 unter der Schirmherrschaft des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker gegründet. Zwei Aufgaben hat sich die Stiftung gestellt: bedrohte Kulturdenkmale zu bewahren und öffentlich für den Denkmalschutz zu werben. Über 200 000 private Förderer und Unternehmen unterstützen diese Arbeit und vertrauen der Stiftung ihre Spenden an. Am Tag des offenen Denkmals erleben jedes Jahr mehr als vier Millionen Menschen Denkmalschutz „live“. Durch diese Aktion erreicht die Stiftung Kulturbegeisterte jeden Alters und zeigt, wie vielfältig unsere Denkmallandschaft ist und wie sehr sich das Engagement für den Denkmalschutz lohnt. Auch durch Ausstellungen, Konzerte, Publikationen und das Förderermagazin „Monumente“ vermittelt sie die Bedeutung des Denkmalschutzes.

Kontakt und weitere Informationen bei Bernhard Becker, Saarpfalz-Kreis, Fachbereich Kultur und Heimatpflege, Telefonnummer (0 68 41) 104-84 18, E-Mail: bernhard.becker@
saarpfalz-kreis.de

(jkn)