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Vom Streuobst zum leckeren Saft

Saftige Angelegenheit: Wolfgang Rapp (links) demonstriert einer Gruppe die Funktionsweise der Kelteranlage.
Saftige Angelegenheit: Wolfgang Rapp (links) demonstriert einer Gruppe die Funktionsweise der Kelteranlage. FOTO: Volker Baumann
In Großbundenbach wird gesammelt und gekeltert.

Die Erhaltung und Erneuerung von Streuobstwiesen im Ort ist den Großbundenbachern ein besonderes Anliegen. 2011 wurde eine Streuobstanlage in Ortsrandlage mit 20 Hochstämmen angelegt. Der Ortsverschönerungsverein pflegt und nutzt die Anlage. Die verschiedenen Apfel- und Zwetschgensorten sind beschriftet und kartiert. Bestehende Streuobstbestände werden durch die Verarbeitung zu Saft im Wert erhalten und unterliegen nicht dem Verfaulungsprozess.

Wie entsteht er nun, der leckere Saft aus gesammeltem Obst? Seit 2011 betreibt der Ortsverschönerungsverein Großbundenbach, gegründet bereits in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts, in der ehemaligen Telefonvermittlungsstelle ein Kelterhaus. Eigenes Obst wird dort zu naturtrübem Saft in fünf oder zehn Liter Kartons verarbeitet. Dabei wird der Saft bis 80 Grad erhitzt und in Kunststoffschläuche heiß abgefüllt. Ungeöffnet sei der Saft zirka zwei Jahre haltbar, angebrochen noch gut drei Monate, erläutert Wolfgang Rapp, Vorsitzender des Vereins. Neben Äpfeln, die vorwiegend zur Kelter gebracht werden, können auch Trauben, Birnen und Quitten angeliefert und zu Saft verarbeitet werden. Da sieht man dann oft staunende Gesichter, wenn die moderne Kelter die vorher gewaschenen und zerkleinerten Äpfel auspresst und der Saft im Kelterhaus direkt in die Kunststoffschläuche abgefüllt wird.

Aus beispielsweise 200 Kilogramm Äpfeln entsteht dann etwa 100 Liter köstlicher eigener Apfelsaft zum Mit-nach-Hause-Nehmen. Der schmeckt natürlich wesentlich besser, als jeder andere gekaufte Saft, sind sich die „Lieferanten“ jedes Mal sicher. ⇥bav