| 22:26 Uhr

Konzert
Eine Reise durch die Vielfalt der Chormusik

Die St.-Martin Singers im MGV Medelsheim und der Chor Chorios standen gemeinsam auf der Bühne in der Scheune von Spohns Haus. Thomas Zäh dirigierte das 30-köpfige Ensemble. Links stehend ist die Dirigentin der St.-Martin-Singers, Christina Weyers, zu sehen.
Die St.-Martin Singers im MGV Medelsheim und der Chor Chorios standen gemeinsam auf der Bühne in der Scheune von Spohns Haus. Thomas Zäh dirigierte das 30-köpfige Ensemble. Links stehend ist die Dirigentin der St.-Martin-Singers, Christina Weyers, zu sehen. FOTO: Wolfgang Degott
Gersheim. Die St.-Martin-Singers und der Chor Chorios hatten zum gemeinsamen Konzert in „Spohns Haus“ nach Gersheim eingeladen.

„Have a nice day“ – einen schönen Tag noch – hatten die St.-Martin-Singers des MGV Medelsheim und der Rubenheimer Chor Chorios ihr zweites gemeinsames Gesangs-Projekt überschrieben.

In der Scheune des Ökologischen Schullandheimes „Spohns Haus“ präsentierten sie mit ihren Chorleitern Christina Weyers und Thomas Zäh eine Reise quer durch viele Stilrichtungen, hatten bei ihren 20 Darbietungen auch mit dem beschwingten französischen Trinklied „Tourdion“, „Sing and swing“ und dem Titelsong „Have a nice day“ auch drei gemeinsame Auftritte eingeplant. Mit dem Publikum funktionierte auf Anhieb der Kanon „Bojeje“, den die rund 30 Sänger in ihren jeweiligen Chorproben zur Einstimmung und Stimmtraining benutzen.

Mit „You raise me up“, das der amerikanische Sänger Josh Groban weltberühmt gemacht hatte, begannen die Martin-Singers ihren ersten Gesangsblock, um dann mit „Hit the Road Jack“, mit dem der bekannte Ray Charles Anfang der 1960er-Jahre einen Nummer-Eins-Hit landete und „Tennessee Waltz“ im englischsprachigen Raum zu bleiben. Auch mit dem frühen Beatles-Song „Twist and shout“ sowie der Reminiszenz an die Beach Boys „Barbara Ann“ hatten sie sich in der leichten Muse platziert. Arno Abel vom Chor Chorios steuerte Textpassagen im Comedian-Harmonist-Klassiker „Mein kleiner grüner Kaktus“ bei. Ganz aus seiner Textfeder stammte eine Coverversion des Bino-Erfolges „Mama Leone“, das er dann als Hommage der saarländischen Spezialität „Warmer Lyoner“ umschrieb. Ansonsten konnte der Chor unter anderem mit Bill Ramseys Ohrwurm „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“, „Rote Lippen soll man küssen“ der französischen Komposition „on écrit sur le mur“ aus der Feder von Demis Roussos und „Für Alle“ den die Gruppe Wind beim Eurovision Song Contest 1985 in Göteborg als deutschen Beitrag sang, gefallen.



Wochenlang hatten sich beide Ensembles, teils alleine, teils in gemeinsamen Singstunden auf ihren Auftritt vorbereitet. Nachdem vor drei Jahren an gleicher Stelle erstmals zusammen gearbeitet wurde, es allen Spaß gemacht hatte, wurde es jetzt wiederholt. „Wir werden sicherlich nochmals zusammenarbeiten, es ist immer schön“, kündigte die Vorsitzende der „Singers“, Waltraud Hittinger, an. Beide Chöre werden am Samstag, 1. September, Teil des Programms beim größten Chorfest im Südwesten „Sing City“ in St. Wendel sein.

Zudem geben die St. Martin-Singers am Sonntag, 2. Dezember, bei der gemeinsamen Veranstaltung mit der Kirchengemeinde Medelsheim ihr Weihnachtskonzert. Ferner werden sie in der Gersheimer DRK-Seniorenresidenz auftreten. Chorios ist unter anderem beim Adventskonzert am Sonntag, 9. Dezember (Ort noch offen), vorher aber schon am Samstag, 3. November, in Pirmasens-Fehrbach zu hören.