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Deußer verpasst den ersten deutschen Sieg beim CHIO

 Daniel Deußer landete beim CHIO in Aachen auf seinem Pferd Scuderia 1918 Tobago Z im Preis von Europa auf Platz drei.
Daniel Deußer landete beim CHIO in Aachen auf seinem Pferd Scuderia 1918 Tobago Z im Preis von Europa auf Platz drei. FOTO: dpa / Rolf Vennenbernd
Aachen. Deutscher Springreiter wird beim Preis von Europa Dritter. An diesem Donnerstag findet in Aachen der Nationenpreis statt. sid

 Die Reitsport-Fans in Aachen warten beim CHIO auf den ersten Heimsieg der deutschen Springreiter. Beim ersten wichtigen Springen gewann am Mittwoch Ben Maher und sicherte sich den Preis von Europa. Am zweiten Tag des größten Reitturniers der Welt setzte sich der Brite mit Explosion durch. Dank der schnellsten Runde des Stechens siegte der 36 Jahre alte Team-Olympiasieger von 2012 vor Eduardo Álvarez Aznar aus Spanien mit Rokfeller.

Auf Platz drei kam der in Belgien lebende Daniel Deußer. Der 37 Jahre alte Hesse blieb mit Tobago zwar im Stechen ohne Abwurf, ritt allerdings nicht schnell genug, um für einen Heimsieg zu sorgen. „Im ersten Moment ist es natürlich schade“, sagte Deußer: „Aber im Nachhinein betrachtet bin ich mit dem Pferd zufrieden.“

Zweitbester deutscher Starter in der mit 100 000 Euro dotierten Prüfung war André Thieme aus Plau am See, der mit Aretino auf Rang neun kam. Die Mehrzahl der 14 deutschen Starter scheiterte im Normalparcours. Zu den Enttäuschten gehörten vor allem Ludger Beerbaum (Riesenbeck) mit Casello und Felix Haßmann (Lienen) mit Cayenne. Routinier Beerbaum und der deutsche Meister beendeten die Runde nicht und gaben auf. Thieme hatte zuvor im Sattel von Cellisto in der ersten Prüfung des zweiten Turniertages den Sieg knapp verpasst. Das Springen gewann der Ire Darragh Kenny mit Cazador vor dem 44-jährigen Deutschen. Am Vortag hatten sich der Franzose Olivier Robert und der Brite Scott Brash die ersten CHIO-Siege gesichert.



Am Donnerstag wollen es die Deutschen beim Nationenpreis besser machen und zum vierten Mal in Serie gewinnen. Zum Quartett gehören wie im Vorjahr Simone Blum (Zolling) und Marcus Ehning (Borken). Erstmals seit 2016 sind Christian Ahlmann aus Marl und der in Belgien lebende Deußer im Team. Ersatzmann ist Maurice Tebbel.

Für die deutschen Teilnehmer bei der Dressur geht es auch um die Startplätze bei der EM. Ihren Platz im EM-Quartett sicher hat Isabell Werth aus Rheinberg, die das Nationenpreis-Quartett mit Bella Rose anführt. Zum Team in Aachen, das am Donnerstag zur ersten Prüfung antritt, gehören außerdem Jessica von Bredow-Werndl mit Dalera, Helen Langehanenberg mit Damsey und Dorothee Schneider mit Showtime. Soenke Rothenberger musste wegen einer Erkrankung seines Pferdes Cosmo bei der deutschen Meisterschaft absagen. In Aachen reitet er daher im Rahmenprogramm und kann sich mit guten Leistungen für die EM im August in Rotterdam empfehlen.