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Mainz
SPD-Fraktion will Wohnraum auf dem Land fördern

Mainz. Bisher wird das Problem fehlender und bezahlbarer Wohnungen vor allem auf die größeren Städte bezogen. Die SPD-Landtagsfraktion sieht aber auch in ländlichen Regionen von Rheinland-Pfalz einen großen Bedarf.

„Wir brauchen Wohnraumförderung auch im ländlichen Raum“, sagte SPD-Landtagsfraktionschef Alexander Schweitzer gestern in Mainz. „Es muss gebaut werden, es muss umgebaut werden.“ Fördermittel seien gut, aber es müsse auch die Instrumente für die Umsetzung geben, so Schweitzer. Wer im Alter sein Haus im Dorf verkaufe, habe dann oft nicht genug Geld, um eine Wohnung zum Beispiel in der Kreisstadt zu kaufen. Für viele sei eine Mietwohnung aber auch kein leichter Schritt, sagte er.

Der SPD-Landtagsfraktionschef schlägt vor, dass die Kommunen das Modell des Kreiswohnungsverbandes im Rhein-Pfalz-Kreis übernehmen. Der Wohnungsverband errichtet, betreut und verwaltet Eigenheime und Eigentumswohnungen und strebt eine „sichere und verantwortbare Wohnungsversorgung“ an. Die Ortsgemeinden im Landkreis kooperierten mit dem Verband und meldeten ihren barrierefreien und altersgerechten Wohnbedarf an, sagte Schweitzer. Der Mainzer Landtag debattiert am morgigen Mittwoch über erschwingliches Mieten, Bauen und Wohnen in der Stadt und auf dem Land.

Ob auch eine größere finanzielle Förderung notwendig ist, ließ der SPD-Landtagsfraktionsvorsitzende offen und verwies auf die kommenden Beratungen für den Doppelhaushalt 2019/2020.



Die finanziellen Mittel für Wohnraumförderung von Land, Kommunen und staatlicher Förderbank in Rheinland-Pfalz belaufen sich in diesem Jahr laut SPD-Landtagsfraktionschef Schweitzer auf 300 Millionen Euro.

(dpa)