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Arbeitnehmer besser auf Veränderungen vorbereiten
SPD will zwölf Tage Bildungsurlaub

 Saskia Esken, Bundesvorsitzende der SPD
Saskia Esken, Bundesvorsitzende der SPD FOTO: dpa / Michael Kappeler
Berlin. Arbeitnehmer sollen nach dem Willen der SPD-Spitze bundesweit einen Rechtsanspruch auf Weiterbildung im Berufsalltag bekommen. „Passend zu dreieinhalb Jahren Berufsausbildung sollte man in einem Berufsleben noch einmal insgesamt dreieinhalb Jahre Weiterbildung vorsehen“, sagte Parteichefin Saskia Esken. Von dpa

Das seien etwa zwölf Arbeitstage im Jahr – oder eine halbe Stunde am Tag. Unterschiedliche Modelle seien denkbar.

In mehreren Bundesländern gibt es bereits einen Anspruch auf fünf Tage Bildungsurlaub im Jahr. „Ich denke, dass wir mehr ermöglichen sollten, und ich finde, dass dieser Rechtsanspruch überall in Deutschland gelten sollte“, sagte Esken. Es müsse möglich sein, sich auch im Beruf ständig weiterzuentwickeln – um eigene Ziele zu verfolgen, aber auch um mit dem gesellschaftlichen und technologischen Wandel Schritt zu halten. Bei einer solchen Weiterbildung müsse es deshalb nicht unbedingt um die aktuelle Tätigkeit gehen.

Die SPD will bei einer Vorstandsklausur am Sonntag und Montag Ideen zur Zukunft der Arbeitswelt diskutieren. Dazu ist unter anderem Verdi-Chef Frank Werneke zu Gast. Jede Arbeit in Vollzeit müsse ohne staatliche Unterstützung zum Leben reichen, betonte Esken.



Zur besseren Absicherung von Selbstständigen plädiert die SPD-Spitze für Modelle ähnlich der Künstlersozialkasse. „Ich bin der Auffassung, dass wir solche Einrichtungen auch für andere Freiberufler brauchen, denn die Erwerbsarbeit verändert sich auch hin zu mehr Selbstständigkeit“, sagte Esken. Die Künstlersozialkasse ermöglicht freischaffenden Künstlern und Publizisten einen Zugang zur gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung.