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Gartentipp
Spätfröste im Frühling sind für viele Pflanzen tödlich

 Für eine frostige Nacht lassen sich Topfpflanzen mit wenig Aufwand noch mal warm einpacken.
Für eine frostige Nacht lassen sich Topfpflanzen mit wenig Aufwand noch mal warm einpacken. FOTO: dpa-tmn / Karl-Josef Hildenbrand
Berlin. Der Winter ist quasi ausgefallen, zumindest dicker Schneefall und tiefe Minusgrade. Doch die Gefahr ist für Blumen und Gemüse noch nicht vorbei.

() Der Tod kommt nach einem lauen Frühlingstag. Denn wenn wie so oft nachts die Temperaturen auch nach offiziellem Winterende doch noch mal in den Minusbereich abgleiten, schadet das vielen Pflanzen auf Balkon, Terrasse und im Garten. Man spricht hier von Spätfrösten oder auch weniger gängig, dafür aber verständlicher von Frühlingsfrösten. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) ist das ein Frost, der nach Beginn der Vegetationsperiode auftritt. Und genau das macht ihn so gefährlich. Denn die Pflanzen im Garten treiben nun schon von der Frühlingssonne angeregt aus, manches blüht sogar schon. Daher können Spätfröste laut DWD insbesondere im ­Obst-, Gemüse- und Weinbau Schäden verursachen.

Frostempfindliche Pflanzen, gerade viele Gemüsesorten, sollten Hobbygärtner am besten erst nach der möglichen Spätfrostphase in den Gartenboden setzen. Und kälteempfindliche Topfpflanzen, die den Winter im Haus eingelagert waren, sollten nur dann schon ins Freie getragen werden, wenn es warm genug ist. Oder zumindest zeitweise wieder ins Haus geholt oder mit einem Vlies für die frostige Nacht warm eingepackt werden.

Das Ende der Spätfrost-Gefahr in Deutschland markieren traditionell die sogenannten Eisheiligen. Das sind die Gedenktage zu Ehren einiger Heiliger im Mai, nach denen statistisch betrachtet Minusgrade kaum noch vorkommen.



In Norddeutschland gelten Mamertus, Pankratius und Servatius (11. bis 13. Mai) als Eisheilige. Im Süden und Südosten des Landes werden neben Pankratius und Servatius auch Bonifatius (14. Mai) und die „Kalte Sofia“ (15. Mai) dazu gezählt.

Aber es zeigt sich über die Jahre immer wieder auch: Die Gedenktage sind allenfalls eine grobe Orientierungshilfe. Nicht jedes Jahr bringt noch Spätfröste bis Mitte Mai. In den vergangenen Jahren blieben sie oftmals sogar ganz aus. Zudem gibt es heute wissenschaftlich ausgeklügelte Wettervorhersagen, auf die sich Gartenbesitzer besser verlassen können.

(dpa)