| 23:32 Uhr

Skispringen
Skispringer Wellinger ist scharf auf die Rekordprämie

Andreas Wellinger will seine Saison in Norwegen krönen.
Andreas Wellinger will seine Saison in Norwegen krönen. FOTO: Michael Kappeler / dpa
Oslo. Heute beginnt die „Raw Air“-Tour der Skispringer mit 16 Sprüngen in zehn Tagen und sattem Preisgeld.

Zehn Tage, vier Schanzen – und eine offene Rechnung: Wenn Andreas Wellinger heute in die „extremste Skisprung-Serie der Welt“ startet, hat der Olympia-Held von Pyeongchang (einmal Gold und zweimal Silber) die Tränen des Vorjahres noch nicht vergessen. „Das war bitter für mich, aber ich habe daraus gelernt. Dieses Jahr läuft es hoffentlich besser“, sagt der 22-Jährige vor dem Beginn der „Raw Air“-Tour in Norwegen, bei der an zehn Tagen in Folge gesprungen wird.

Das Programm gleicht einem Marathon. In Oslo, Lillehammer, Trondheim und Vikersund finden in schneller Folge sechs Weltcup-Springen statt. Das Besondere: Auch die jeweilige Qualifikation fließt in die Gesamtwertung ein. Wer in 16 Sprüngen die meisten Punkte sammelt, erhält die fürstliche Prämie von 60 000 Euro. Zum Vergleich: Der Gewinner der Vierschanzentournee bekommt umgerechnet schlappe 17 200 Euro.

Bei der Premiere 2017 hatte Wellinger schon eine Hand an der Rekordbörse, ehe der Traum beim Finale auf Vikersunds „Monster-Bakken“ jäh endete. Trotz widriger Bedingungen erhielt der Bayer grünes Licht, flog aber auf nur 166,0 Meter und fiel in der Gesamtwertung von Rang eins auf drei zurück. Wellinger schimpfte wie ein Rohrspatz, weinte im Auslauf Tränen der Enttäuschung und musste sowohl von Sieger Stefan Kraft aus Österreich und dem Zweiten Kamil Stoch aus Polen getröstet werden.



„Ich war völlig durch den Wind, die Hoffnung ist innerhalb weniger Sekunden gestorben. Aber man kann aus solchen Situationen lernen“, sagt Wellinger im Rückblick.