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Fußball-WM in Russland
Sex-Skandal sorgt bei Gruppengegner Mexiko für Wirbel

Kopenhagen. Die mexikanische Nationalmannschaft, Auftaktgegner von Deutschland bei der Fußball-WM in Russland, hat in der Heimat eine Woche vor Turnierbeginn für Wirbel gesorgt. Wie das Magazin TV Notas berichtet, sollen neun Spieler nach dem 1:0 im Test gegen Schottland in Mexiko-Stadt eine 24-stündige Party mit rund 30 Prostituierten gefeiert haben.

Die Zeitschrift veröffentlichte Fotos bei der Ankunft zur Feier. Unter den Teilnehmern sollen sich laut Angaben des Blattes Carlos Salcedo und Marco Fabian von DFB-Pokalsieger Eintracht Frankfurt befunden haben. Außerdem wurden Torhüter Guillermo Ochoa, Raul Jimenez, die Brüder Jonathan und Giovani dos Santos, Hector Herrera, Jesus Corona und Jesus Gallardo namentlich genannt. Mittlerweile befindet sich das Team in Kopenhagen, wo am Samstag die WM-Generalprobe gegen Dänemark ansteht.

Guillermo Cantu, Generalsekretär des mexikanischen Verbandes, bestätigte den Vorfall nicht. Er schloss generell aber eine Bestrafung aus, weil „sie kein Training verpasst haben“. Auf die Freizeitgestaltung der Spieler habe der Verband keinen Einfluss: „Ein freier Tag ist ein freier Tag.“

Bereits in der Vergangenheit waren mexikanische Nationalspieler unangenehm aufgefallen. 2010 und 2011 wurden ähnliche Vorfälle bekannt. Beteiligte wurden vorübergehend suspendiert. Das ist hier nicht so einfach. Der WM-Kader wurde bereits gemeldet und darf nur bei Verletzungen geändert werden.