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Kommentar
Selbst mit anpacken

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Tu was gegen die brutale Tierhaltung in Deutschland, schreien einige Petitionen im Internet den Leser regelrecht an. Das „Tun“ beschränkt sich jedoch nur aufs Drücken eines Buttons. Von Stephanie Schwarz

Schon ist das schlechte Gewissen beruhigt und Simsalabim ist die Welt ein besserer Ort. 

Schön wär’s! Selbst Hundertausende Empörungsaufrufe im Internet sind kein Garant dafür, dass sich etwas verändern lässt. Denn echtes Engagement gegen Missstände in der Welt ist mehr, als nur eine Schaltfläche anzuklicken. Danach könnte sich jeder Unterzeichner fragen: Was kann ich noch tun, um die Tierhaltung zu verbessern. Spenden? Selbst mit anpacken, eine Demonstration organisieren oder daran teilnehmen? Petitionen sind trotzdem wichtig, denn sie dienen als Sprachrohr der Gesellschaft und weisen auf Probleme hin, die oft nicht in den Medien erscheinen. Denn es gibt sie, die Petitionen, die etwas verändern können, anstatt digitale Empörung zu verbreiten. Man muss sich nur informieren.