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Übersicht zum Brexit
Scheidungszeitplan für London und Brüssel

Brüssel.

17. bis 20. Juli 2017: Bis Donnerstag wird in Brüssel verhandelt. Auf dem Spiel stehen die Rechte der 3,2 Millionen EU-Bürger in Großbritannien.



28. August: Dritte Verhandlungsrunde.

18. September: Vierte Verhandlungsrunde

9. Oktober: Fünfte Verhandlungsrunde

19. und 20. Oktober: EU-Gipfel: Großbritannien hofft, bis zu diesem Termin die von der EU verlangten „ausreichenden Fortschritte“ bei den Austrittsfragen erzielt zu haben. Stellen die EU-Staats- und Regierungschefs dies fest, kann auch über das künftige Verhältnis gesprochen werden. Die Briten wollen dann Gespräche über ein Handelsabkommen mit der EU beginnen.

November 2017: Die anderen 27 EU-Staaten wollen entscheiden, welche Länder den Zuschlag für zwei EU-Agenturen bekommen, die bisher in London ihren Sitz haben und wegen des Brexit umziehen müssen. Es geht um die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) mit 890 Mitarbeitern und die EU-Bankenaufsicht (EBA) mit 189 Beschäftigten. Großbritannien hat hier kein Mitspracherecht mehr, soll aber für die Umzugskosten aufkommen.

Oktober 2018: Die Verhandlungen über den gesamten Austrittsvertrag müssen laut Barnier abgeschlossen sein, um eine rechtzeitige Ratifizierung durch das Europaparlament und das britische Parlament zu ermöglichen.

Bis Februar 2019: Das Europaparlament entscheidet über die Austrittsvereinbarung mit einfacher Mehrheit. Im Anschluss müssen die Mitgliedstaaten der Vereinbarung mit qualifizierter Mehrheit zustimmen. Nötig sind dabei mindestens 20 Mitgliedstaaten, die für 65 Prozent der EU-Bevölkerung stehen.

29. März 2019: Die britische EU-Mitgliedschaft endet um Mitternacht. Die Verhandlungen über die künftigen Beziehungen und über ein Handelsabkommen für die Zeit danach dürften sich aber noch hinziehen. Übergangsregelungen sind deshalb wahrscheinlich.