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Zweibrücker Traditionsveranstaltung wird 40
Stadtfestprogramm bekommt neues Gesicht

 Das Kulturamt will im Jubiläumsjahr einmal mehr die Besuchermassen auf das Zweibrücker Stadtfest locken.
Das Kulturamt will im Jubiläumsjahr einmal mehr die Besuchermassen auf das Zweibrücker Stadtfest locken. FOTO: Volker Baumann
Zweibrücken. Das Jubiläum des Zweibrücker Stadtfestes wirft seine Schatten voraus. Das Kulturamt erarbeitet derzeit ein Programm, das vier Jahrzehnte Stadtfestgeschichte Revue passieren und mit der Bee-Gees-Coverband Night Fever die späten siebziger Jahre lebendig werden lässt. Von Manuel Görtz

Nach dem Stadtfest ist vor dem Stadtfest. Immer wieder, wenn die größte Veranstaltung des Jahres in Zweibrücken gerade zuende ist, machen sich Kulturamts-Chef Thilo Huble und seine Mitarbeiterin Christine Brunner an die Arbeit: überlegen, was ist dieses mal besonders gut gelaufen, was könnte man besser machen, an welchen Traditionen sollte man unbedingt festhalten und was könnte man neu ins Programm aufnehmen.

Deshalb ist es wenig verwunderlich, dass der grobe Plan für die Mega-Party vom 26. bis 28. Juli bereits jetzt Anfang Januar steht. Allerdings stellt der 40. Stadtfestgeburtstag, der in diesem Jahr gefeiert wird, das Kulturamts-Team denn doch vor besondere Herausforderungen – nämlich: Wie kann man 40 Jahre Zweibrücker Stadtfestgeschichte in das Veranstaltungsprogramm hineinpacken? Indem man „Acts der letzten 40 Jahre“ präsentiert, sagt Thilo Huble. Viel mehr will er derzeit noch nicht preisgeben – auch, weil noch nicht mit allen Künstlern, die auf den bis zu neun Bühnen auftreten sollen, die Verhandlungen abgeschlossen sind.

Nur so viel: Das Zweibrücker Stadtfest wird wie seit 40 Jahren freitags mit dem Koffer-Quiz auf der Hauptbühne vor der Alexanderskirche eröffnet, und: ganz im Zeichen des Jubiläumsjahrs – dem Team Huble ist es gelungen, für Freitagabend die berühmte Leipziger Bee-Gees-Coverband Night Fever nach Zweibrücken zu holen, wie der Kulturamts-Chef auf Merkur-Nachfrage mitteilt. So steht der erste Stadtfestabend denn auch unter dem Motto „Friday Night Fever“, in Anlehnung an den wie das Zweibrücker Stadtfest Ende der siebziger Jahre entstandenen US-amerikanischen Tanzfilm „Saturday Night Fever“, mit dem die Bee Gees ihren größten kommerziellen Erfolg feierten, erklärt Christine Brunner.



Der Ausflug durch 40 Jahre Stadtfestgeschichte, zu dem der Veranstalter die Besucher einladen möchte, ist es aber nicht allein, warum Huble davon spricht, dass das Stadtfestprogramm ein neues Gesicht bekommt. Auch das Bühnenprogramm soll neu gestaltet, das Programmheft luftiger werden und die Plakate sollen eine modernere Optik erhalten.

Was aber ist der Grund, warum das Fest, das im Jahr 1980 im für seine heutigen Ausmaße eher bescheidenen Rahmen begann, innerhalb von 40 Jahren zu einer der größten Veranstaltungen in der Region heranwachsen konnte, die jedes Jahr rund 100 000 Besucher anzieht und schon einige Feste dieser Art in der Gegend überlebt hat? Für Huble hat das zwei Gründe. „Das für die Größe der Stadt sehr große Angebot auf acht bis neun Bühnen“, das Menschen aus Nah und Fern anlocke. Dies ermutige Partner der Stadt bei der Festgestaltung, wie etwa Bühnenbetreiber und Brauereien, mehr Geld in die Hand zu nehmen. „Irgendwann hat man dann eine Marke, die überregional bekannt ist“, erklärt Huble, ähnlich wie das Euroclassic-Festival, die St. Ingberter Pfanne oder das Saarbrücker Ophüls-Festival. Eines aber sollte jedem klar sein. „Alleine wäre Zweibrücken nicht in der Lage, eine Veranstaltung in dieser Dimension zu finanzieren“, sagt der Kulturamts-Chef. So habe sich die Stadt bespielsweise bei der Bee-Gees-Coverand Night Fever den Saarländischen Rundfunk (SR) als Partner mit ins Boot geholt.

Dass das Zweibrücker Stadtfest ein Erfolgsmodell ist, beweist für Huble übrigens auch, dass sich jedes Jahr mehr Geschäftsleute oder Vereine um einen Stand bewerben, als es Plätze gibt. Wer im Jubiläumsjahr noch mitmachen will, sollte sich also beeilen, betont Brunner: Am 28.Februar ist Bewerbungsschluss.