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Parkgebühren per Smartphone zahlen
Zweibrücken führt „Handyparken“ ein

 Rund 120 Städte und Gemeinden machen beim Handyparken-System der „Initiative smartparking“ schon mit – bald auch Zweibrücken.
Rund 120 Städte und Gemeinden machen beim Handyparken-System der „Initiative smartparking“ schon mit – bald auch Zweibrücken. FOTO: Initiative smartparking / Startseite www.smartparking.de
Zweibrücken. Autofahrer müssen beim Parken in der Rosenstadt bald nicht mehr nach passenden Münzen kramen. Der neue Service kostet eine kleine Extra-Gebühr. Von Lutz Fröhlich
Lutz Fröhlich

Redakteur und Lokalreporter Zweibrücken

Autofahrer müssen bald nicht mehr nach passendem Kleingeld suchen, wenn sie in Zweibrücken parken – oder ein Knöllchen riskieren, wenn sie nicht genug Münzen dabei haben.: Noch im ersten Halbjahr 2020 werde das sogenannte „Handyparken“ in Zweibrücken eingeführt, kündigte Kämmereileiter Julian Dormann am Dienstagabend beim Zweibrücker Neujahrsempfang an. Das Handyparken funktioniert so, erläuterte Dormann: Wer ein papierloses Parkticket lösen möchte, bezahle dies über sein Smartphone, und zwar entweder per Anruf, SMS oder App. Die Stadt Zweibrücken schließe sich damit dem bundesweiten System „smartparking“ an, das Handyparken bereits in rund 120 Städten ermöglicht. Kunden könnten dabei unter sieben verschiedenen App-Anbietern auswählen.

Man könne aber auch künftig „natürlich“ wie gewohnt an den Parkautomaten bezahlen, betonte Dormann. Das Handyparken werde an allen rund 500 gebührenpflichtigen offenen Parkplätzen in Zweibrücken eingeführt, kündigte der Kämmereileiter an, zunächst also ohne die beiden Parkhäuser.

An den Parkgebühren selbst ändert sich durch die Handyparken-Einführung zwar nichts. Wer sein Ticket per Smartphone zahlt, muss allerdings ein kleines „Serviceentgelt“ zahlen, wie Dormann beim Neujahrsempfang sagte. Auf Merkur-Nachfrage erläuterte der Kämmerer am Mittwoch, die Höhe dieser Servicegebühr sei je nach App-Anbieter unterschiedlich, Kunden könnten hier für sie passende Angebote vergleichen. Durchschnittlich sei aber mit ungefähr zehn Cent pro Parkvorgang zu rechnen. Die Teilnahme an dem System habe der Stadtrat im Dezember in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen.



Die „Initiative smartparking“ beschreibt sich selbst als „Zusammenschluss der führenden Anbieter elektronischer Zahlungssysteme für ein bargeldloses Parken“ – und verweist darauf, dass Nutzer durch das Handyparken sparen, weil sie nur für die tatsächlich geparkte Zeit zahlen müssen. Möglich sei auch, die Parkzeit bei Bedarf zu verlängern, ohne dafür zum Parkautomaten zurückkehren zu müssen. Als einen Vorteil für die Kommunen nennt „smartparken“ zwar die „Reduzierung von Betriebskosten, zum Beispiel für Parkscheinautomaten“ – hiervon will Zweibrücken aber wie von Dormann erwähnt keinen Gebrauch machen.

Eingeführt ist das System der „Iniatitive smartparking“ in der Westpfalz bereits in Pirmasens und Kaiserslautern, im Saarland nur am Bostalsee.

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