| 16:28 Uhr

Hilfe vor Ort
Zweibrücker helfen in Afrika

 Auch wenn die Ausrüstung nicht gerade Hightech ist, können mit ihr in Ruanda marktfähige Produkte hergestellt werden.
Auch wenn die Ausrüstung nicht gerade Hightech ist, können mit ihr in Ruanda marktfähige Produkte hergestellt werden. FOTO: Ruandakomitee Zweibrücken
Zweibrücken. Mit Unterstützung des Ruanda-Komitees wurde ein Schmiede-Projekt in Afrika abgeschlossen.

(red) 15 Jugendlichen hat das Zweibrücker Ruandakomitee nach eigenen Angaben im Distrikt Huye des ostafrikanischen Landes mit rund 5000 Euro Spendengeldern eine Ausbildung im Bereich Metallverarbeitung ermöglicht.

Um das Projekt zum Laufen zu bringen, waren im Jahr 2016 zunächst die passenden und benötigten Maschinen gekauft worden, berichtet Joseph Dahlem vom Ruanda-Komitee. Weiterhin wurde eine elektrische Gebläsemaschine angeschafft, um das Feuer auf dem Herd anzuheizen. Auch eine Werkstatt für die Ausbildung der Jugendlichen in der Metallumformung wurde gebaut. Ursprünglich war dieses Projekt mit dem Ziel gestartet, den Jungen das Handwerk der Metallbearbeitung beizubringen. Die jungen Frauen wurden hingegen verstärkt im Dekorieren der geschmiedeten Werkzeuge ausgebildet. Sechs Monate lang arbeiteten die Jugendlichen hart daran, das Design, den Umgang mit dem Elektrogebläse und die Herstellung der Werkzeuge zu erlernen.

Sechs junge Männer, die ihre Ausbildung bei der Cooperative abgeschlossen haben, haben sich laut Dahlem um die Mitgliedschaft in der Genossenschaft beworben. Die anderen neun Auszubildenden arbeiten selbständig, sie nutzen aber immer noch die Infrastruktur der Werkstatt. Die Genossenschaft hat ein Netzwerk mit anderen Handwerksbetrieben des Distriktes aufgebaut. Damit neue Produkte an die Käufer gebracht werden können, hat das Netzwerk begonnen, neue Produktreihen wie zum Beispiel Kerzenhalter zu produzieren und plant in Zukunft die Herstellung von Lampenschirmen, Schlüsselanhängern und kleinen Regalen. Neben der Entwicklung neuer Produkte soll die Qualität der bestehenden Produktreihen verbessert werden.



 Das nächste Projekt, das von den Zweibrückern unterstützt wird, steht laut Dahlem bereits fest. Es wendet sich in erster Linie an junge Frauen. Ihnen will man mechanische Nähmaschinen zur Verfügung stellen und sie in deren Gebrauch einweisen. Danach können sie sich als Näherinnen selbstständig machen. Im Rahmen des Projektes sollen sie sich auch einen Raum mieten können, den sie als Werkstatt benutzen können.

Kontakt zum Ruandakomitee Zweibrücken e.V. ruandakomitee.zw@t-online.de, Tel. (0 63 32) 7 69 68.

 Schmiedeprojekt Ruanda
Schmiedeprojekt Ruanda FOTO: Ruandakomitee Zweibrücken