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Zweibrücker CDU will seit 1945 andauernde SPD-Ära beenden

Zweibrücken. "Die SPD hat seit 1945 immer den Wahlkreis Zweibrücken gewonnen. Diese Ära wollen wir am 13. März beenden", erklärte der CDU-Kreisvorsitzende und Direktkandidat Christoph Gensch am Samstag unter dem Beifall der etwa 50 Gäste beim Neujahrsempfang der Zweibrücker CDU , ausgerichtet von der Frauen-Union und dem Ortsverband Ixheim. Fritz Schäfer

Dabei stütze er sich im Wahlkampf auf eine "aktive Partei und Fraktion".Wobei Gensch auf das Energiekonzept oder die Wiederbelebungsinitiative an Schulen als zwei Beispiele verwies, bei denen die Zweibrücker CDU-Fraktion Themen anging, um die Stadt voranzubringen. Aber nicht nur im Wahlkreis soll die CDU die SPD überflügeln, sondern im ganzen Land. "Wir werden dann nicht alles anders, aber vieles besser machen", sagte Gensch. Angefangen von einer soliden Haushaltspolitik über eine bessere Infrastruktur. Hier liege bei Kommunal- und Landesstraßen "vieles im Argen". Wie beim vierspurigen Ausbau der B 10. Auch bei der Breitbandversorgung liege Rheinland-Pfalz unter dem Durchschnitt. Als Arzt liege ihm die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum am Herzen. Ebenso eine qualitätsorientierte Bildung oder eine Stärkung der Polizei .

Gensch nahm bei der Veranstaltung im Pfarrheim St. Peter Ixheim auch Stellung zur Flüchtlingsproblematik. Dabei müsse Deutschland vor einer Überbelastung geschützt, Europa erhalten und man der humanitären Verantwortung gerecht werden. Um Deutschland zu schützen, bedürfe es klarer Regeln bei der Integrationspolitik mit einem Bekenntnis zu Rechtstaatlichkeit und Demokratie. Um den europäischen Integrationsprozess nicht zu zerstören, müssten die Außengrenzen gesichert werden. Auch wenn das zur "Festung Europa" führe und es Bilder gebe, "die wir nicht gerne sehen". Gensch betonte aber auch die humanitäre Verantwortung der Gemeinschaft. Mit Blick auf die Übergriffe in Köln und anderen Städten warnte der CDU-Kreisvorsitzende davor, sich von Emotionen leiten zu lassen.