| 21:40 Uhr

Städtepartnerschaft
Deutsch-französische Partnerschaft wird 60 Jahre

Die Festbeflaggung am Rathaus von Boulogne-sur-mer am Pfingstwochenende im Jahr 2009. 
Die Festbeflaggung am Rathaus von Boulogne-sur-mer am Pfingstwochenende im Jahr 2009.  FOTO: privat
Zweibrücken. Im kommenden Jahr feiern Zweibrücken und Boulogne-sur-Mer den 60. Geburtstag ihrer Städtepartnerschaft. Die deutsche Seite will das zum Anlass nehmen, die Zusammenarbeit zu intensivieren. Von Fritz Schäfer

Im kommenden Jahr feiert die Städtepartnerschaft Zweibrückens mit Boulogne-sur-Mer den 60. Geburtstag. 1959 wurde die Partnerschaft in Zweibrücken offiziell beurkundet. „Das Jubiläum sollten wir zum Anlass nehmen, die Partnerschaft zu intensivieren“, sagte der Leiter des Zweibrücker Kultur- und Verkehrsamts, Thilo Huble, bei einem Treffen mit Vereinen und Institutionen im Rathaus.

Neben den Vereinen, die in den letzten Jahren die Partnerschaft mit Leben gefüllt haben, sollen auch wieder Vereine und Institutionen angesprochen werden, die sich in früheren Jahren engagiert hatten, meinte Huble. Neben der Frage, welcher Verein mitmache und wer Gäste aus der französischen Partnerschaft aufnehmen kann, wurden bei dem Informationstreffen auch Ideen angesprochen, wie die Begegnung mit Leben gefüllt werden kann.

„Wir müssten die partnerschaftliche Begegnung mehr in die Öffentlichkeit tragen“, meinte Huble. Dazu sollten Veranstaltungen und eventuell Wettbewerbe aus den Sport- und Festhallen heraus und auf der Straße oder den Plätzen stattfinden. Wie das zu bewerkstelligen sei, wurde andiskutiert – ohne zu einem abschließenden Ergebnis zu kommen. Eine weitere Idee Hubles war eine Ausstellung mit alten Bildern oder Filmen von früheren Pfingstbegegnungen. Fotos könnten ebenfalls auf städtischen Flächen im öffentlichen Raum gezeigt werden.



Ob auch eine eigene Kunstausstellung organisiert werden könne, wollte Jochen Schael vom Zweibrücker Kunstverein abklären. Das Kammerorchester und die Kantorei würden sich bei Konzerten beteiligen. Ebenso die Fechter der VT Zweibrücken, die wie Volker Petry betonte, seit Jahrzehnten die Partnerschaft mit den „französischen Freunden“ pflegen. „Die Partnerschaft Zweibrückens mit Boulogne ist schon was Besonderes“, sagte Berni Düker vom Förderverein Städtepartnerschaft. „Das ist eine der ältesten, wenn nicht die älteste Städtepartnerschaft und die hat schon zwei, drei Jahre vor der Beurkundung bestanden.“

Der frühere Oberbürgermeister Hans-Otto Streuber hoffte, dass die 60. Wiederkehr zu einem „Neustart“ genutzt werden kann. Es müsse gelingen, die jungen Menschen für die Partnerschaft zu motivieren. Dazu sollten die Schulen eingebunden werden. Streuber: „Das ist in Boulogne bestimmt genauso schwer wie in Zweibrücken.“ Bei der Zusammenkunft kündigte Huble für September 2019 eine Städtereise zusammen mit der Volkshochschule nach Boulogne an die französische Kanalküste an.