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Public Viewing zu Fernseh-Show
Voice of Germany: Zweibrücker Sascha Coles kommt weiter

Sascha und Julian Coles (von links) beim Public Viewing ihres Auftrittes in der Casting Show „The Voice of Germany“ im Gasthaus Hobbit.
Sascha und Julian Coles (von links) beim Public Viewing ihres Auftrittes in der Casting Show „The Voice of Germany“ im Gasthaus Hobbit. FOTO: David Betz
Zweibrücken. Die Auftritte der Zwillinge Sascha und Julian Coles bei der SAT1/Pro7-Casting-Show „The Voice of Germany“ waren an Dramatik kaum zu überbieten. Von David Oliver Betz

Sascha Coles hat bei der Talentshow „The Voice of Germany“ die nächste Hürde genommen.  Bei den „Blind-Auditions“, wo die Jury die Stimmen hört, aber keine Künstler dazu sieht, überzeugte Sascha alle vier Coaches, während Julian ausschied (wir berichteten kurz). Zusammen mit ihren Fans haben die Brüder das Spektakel am Sonntag im Gasthaus Hobbit verfolgt.

 Dort stieg die Spannung von Minute zu Minute. Dann endlich tauchten die beiden Zweibrücker zum ersten mal im Bild auf – und nicht nur im Gasthaus Hobbit wurde mitgefiebert. Die beiden 32-Jährigen sind in und um Zweibrücken vor allem den Freunden der härteren musikalischen Gangart ein Begriff, aber auch unter Basketballfans sind die Coles‘ keine Unbekannten. Nicht zuletzt ist es Julians Job als Barkeeper im Gasthaus Hobbit, der ihn bekannt gemacht hat. Nun sollte auch ganz Deutschland die beiden Brüder kennen lernen.

 Zunächst war Julian dran. Er sang „Sex on fire“ von den Kings of Leon, einen Pop-Rock-Kracher vom Feinsten. Doch obwohl Julian gesanglich keine Fehler machte, wollte der Funke bei der Jury nicht überspringen. Zu perfekt habe er gesungen, hieß es da von den Fantastischen Vier, vertreten durch Smudo und Michi Beck. Es habe das Außergewöhnliche gefehlt, obwohl er technisch astrein gesungen habe.



Dann betrat Sascha die Bühne. Er performte „Take a look around“ von Limp Bizkit, seinerzeit die Erkennungsmelodie des Actionfilmes „Mission Impossible 2“. Das Besondere an diesem Song: Er vereint Rap-Passagen mit Gesang und heftigem Heavy-Metal. Was soll man sagen? Sascha zeigte hierbei seine ganze Bandbreite, steigerte sich binnen der 90 Sekunden, die jeder Kandidat hat – und hatte am Ende sogar alle vier Coaches (Mark Forster, Yvonne Catterfeld, Team Fanta und Michael Patrick Kelly) von sich überzeugt. Und damit freie Auswahl. Dass er sich dann für Yvonne Catterfeld entschied, verblüffte nicht nur die Zuschauer im Hobbit, sondern auch etliche an den TV-Geräten und sogar Catterfeld selbst. Dabei hatte Sascha angekündigt, dass er bei the Voice dazu lernen wolle. Da scheint es nur logisch, sich Catterfeld auszusuchen. Denn die Sängerin hat Jazz- und Popgesang studiert und wird dem musikalisch harten Hund Sascha mit Sicherheit ganz neue Dinge beibringen können.

Dass die beiden Brüder dann noch einmal gemeinsam „Sex on fire“ performen durften, gehörte zu den emotionalen Höhepunkten der gesamten Folge. Wie geht es jetzt weiter? Zunächst werden in den kommenden Wochen alle Blind Auditions ausgestrahlt, bis alle Coaches ihr Team komplett haben. Dann beginnen die so genannten Battles, in denen die Teams gegeneinander antreten. Nach einer weiteren Runde geht es dann über zu den Live-Shows, bis im Finale der Sieger gekürt wird. Wie weit es für Sascha im Team Catterfeld gehen wird, wird nun mit Spannung erwartet. Bruder Julian unterstützt den Sascha, wo er nur kann. Die Laune lassen sich die beiden trotz Julians Ausscheiden nicht verderben. Man darf weiter gespannt sein.