| 23:10 Uhr

Asbesthaltige Bahnen entfernt
Minigolf-Platz: Sanierung ist gestartet

 Der Belag der Bahnen auf dem Minigolf-Platz wurde komplett entfernt, nur noch die Rahmen stehen. 
Der Belag der Bahnen auf dem Minigolf-Platz wurde komplett entfernt, nur noch die Rahmen stehen.  FOTO: Mathias Schneck
Zweibrücken. Aufsehenerregend war der Auftakt der Modernisierung. Arbeiter in Schutzkleidung entfernten die asbesthaltigen Bahnen. Bis zum Frühjahr wird der Parcours erneuert. Von Mathias Schneck

Zahlreiche neugierige und zum Teil auch ängstliche Blicke gab es zum Auftakt der Sanierung des Minigolf-Platzes an der Schließ. Mehrere Arbeiter in schwerer Schutzkleidung mit Atemmaske entfernten diese Woche den Belag der Bahnen auf dem Parcours. Die Männer in den silbergrauen Anzügen gaben sich kurze Befehle, alles ging generalstabsmäßig ab, bis schließlich dutzende weiße Säcke auf einen Container geladen wurden.

„Es besteht kein Grund zur Sorge“, beruhigte Jörg Eschmann auf Anfrage unserer Zeitung. Die Ende September im Pfälzischen Merkur angekündigte Sanierung des Minigolf-Platzes habe begonnen, erklärte der Gewobau-Geschäftsführer. Und warum die schwere Schutzkleidung?

„Das waren Arbeiter von uns. Sie haben den Belag der Bahnen entfernt. Dieser ist asbesthaltig. Die Arbeiter sind im Umgang mit Asbest besonders geschult“, sagte Eschmann. Schritt für Schritt werde der Parcours nun aufgehübscht.



Die Gewobau habe einen Anbieter aus Süddeutschland gefunden, der Minigolf-Bahnen herstelle, die identisch mit den nun entfernten seien. Der Rahmen der Bahnen wurde von den Arbeitern stehengelassen, demnächst wird dieser mit den frischen Bahnen bestückt. Auch würden schiefe Platten rund um die Bahnen erneuert, Hecken geschnitten und das gesamte Erscheinungsbild des Minigolf-Platzes freundlicher gestaltet.

Eschmann schätzt die Kosten der Sanierung auf etwa 40 000 Euro. „Wir nehmen nur eine Aufhübschung vor, das wird kein neuer Parcours“, stellte der Gewobau-Geschäftsführer erneut klar. Eine komplette Überarbeitung würde mit rund 150 000 Euro zu Buche schlagen. Das sei – angesichts der zu erwartenden Besucherzahlen – nicht darstellbar.

Zuletzt waren die Umsätze, die die Minigolf-Anlage generierte, eher bescheiden gewesen. 2018 waren es 8460,29 Euro netto, in den ersten sieben Monaten 2019, also kurz vor Ende der Hauptsaison, sind gerade noch 2521,58 Euro Umsatz netto erzielt worden.

Eschmann hatte im Herbst 2019 im Merkur erklärt, die neue Anlage werde eine Bewährungsfrist von maximal zehn Jahren erhalten. Entwickelten sich die Besucherzahlen bis dahin nicht vernünftig, werde der Betrieb wohl oder übel eingestellt werden müssen.

 Einer von dutzenden Säcken, in denen der Asbest-Müll für den Transport abgepackt wurde.
Einer von dutzenden Säcken, in denen der Asbest-Müll für den Transport abgepackt wurde. FOTO: Mathias Schneck