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Situation in Rosengartenstraße würde so entschärft
Ein schöner Zug: Post zieht es in den Zweibrücker Bahnhof

 Das Bahnhofsgebäude.
Das Bahnhofsgebäude. FOTO: Jan Althoff
Zweibrücken. Plan: Service-Station in Eingangsbereich könnte schwierig anzufahrende Hauptstelle in Rosengartenstraße entlasten. Post war schon einmal am Bahnhof. Von Mathias Schneck

() Diese Nachricht werden viele Zweibrücker Bürger gerne lesen: Die Deutsche Post prüft nach Informationen unserer Zeitung die Einrichtung einer Service-Station im Bahnhofsgebäude.

Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD) wollte dies am Donnerstag auf Merkur-Anfrage zwar weder bestätigen noch dementieren. Er erklärte allerdings, dass es in den vergangenen Wochen mehrere Gespräche mit der Post darüber gab, „wie die schwierige Situation in der Rosengartenstraße entlastet werden könnte“. In der Rosengartenstraße hat die Post ihre Hauptstelle in Zweibrücken. Die Verkehrssituation dort ist schwierig. Die Rosengartenstraße ist eng, es gibt direkt vor der Post wenig Parkmöglichkeiten, das Wenden ist noch schwieriger – unerlauberweise nutzen viele den Hallplatz als „Wendeplatz“. Diese Möglichkeit fällt allerdings bald weg, in den nächsten Wochen wird dort ein Poller installiert, der diesem Treiben ein Ende setzt (wir berichteten).

Eine Post-Anlaufstation am Bahnhof würde die Situation in der Rosengartenstraße, wie von Oberbürgermeister Wosnitza gewünscht, tatsächlich deutlich entlasten. Die Bürger könnten dort beispielsweise Päckchen abgeben oder abholen.



Nach Merkur-Informationen ist geplant, dass das DRK (Deutsches Rotes Kreuz) die Service-Station betreibt. Das DRK hat zu Beginn dieser Woche einen Kiosk in der Eingangshalle des Bahnhofes eröffnet, dort können Reisende und sonstige Kunden Speisen und Getränke kaufen (wir berichteten). Plan ist, dass das DRK in der Halle neben dem Kiosk auch die Post-Service-Station betreibt, also alles aus einer Hand.

DRK-Kreisgeschäftsführer Mario Sauder war gestern Nachmittag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen, ebensowenig die Pressestelle der Post in Frankfurt.

Wenn das Vorhaben realisiert wird, kehrt die Post zurück zu alten Wurzeln in Zweibrücken: Bis September 2001 befand sich die Post in dem Gebäudekomplex links neben dem Bahnhof (die Gewobau übernahm dieses später und richtete dort barrierefreie Wohnungen ein).