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Auftakt in der Rosenstadt
Zweibrücken plant Start des Kultursommers

 Marold Wosnitza, Charlotte Glück und Konrad Wolf freuen sich auf die Eröffnung des rheinland-pfälzischen Kultursommers 2020 in Zweibücken.
Marold Wosnitza, Charlotte Glück und Konrad Wolf freuen sich auf die Eröffnung des rheinland-pfälzischen Kultursommers 2020 in Zweibücken. FOTO: cvw
Zweibrücken. Zum Start der landesweiten Reihe nächstes Jahr in der Rosenstadt wird es unter anderem einen Bürgertag mit Malu Dreyer geben. Von Cordula von Waldow

Nach 21 Jahren ist Zweibrücken im kommenden Jahr erneut Gastgeber für die Eröffnungsfeier des rheinland-pfälzischen Kultursommers. Mit dieser und noch einer weiteren guten Nachrichten kam der rheinland-pfälzische Kulturminister Konrad Wolf am Freitag zu der Pressekonferenz im Rathaus. Zum einen überbrachte er erneut den Förderbescheid für die alljährliche Unterstützung des Landes für das Festival Euroclassic in Höhe von 80 000 Euro. Dieses ist das zweitgrößte Musikfestival im Südwesten, das Dank der Fördergelder kontinuierlich ausgebaut und weiter entwickelt werden konnte. Seit 1991 verbindet es mit seinem vielfältigen Musikprogramm über die Grenzen hinweg nicht nur Deutschland und Frankreich, sondern auch die beiden Bundesländer Rheinland-Pfalz und das Saarland. „Das ist gelebte interkommunale Zusammenarbeit“, würdigte Oberbürgermeister Marold Wosnitza.

Traditionsgemäß lehnt es sich an das Jahresthema des rheinland-pfälzischen Kultursommers an, der in Zweibrücken alljährlich mit dem Theaterstraßen-Spektakel im Mai gefeiert wird. Auch der Konzert-Zyklus des Euroclassic-Festivals 2019 mit seinen unterschiedlichen Konzerten von großen Sälen bis hin zu Kammer- oder Kirchenkonzerten steht in diesem Jahr unter dem Motto „Heimaten“. Auftritte von Kool and the Gang oder Frank Nimsgern in der Zweibrücker Festhalle sind bereits  fast ausgebucht, weiß Oberbürgermeister Marold Wosnitza. Er plant außerdem, ebenso wie der ehemalige Präsident der Hochschule, Konrad Wolf, mit dabei zu sein, wenn „dieses Völker verbindende Festival“ am 1. September in Bitsch eröffnet wird. Beide Politiker sind von dem abwechslungsreichen Programm und den unterschiedlichen einmal mehr begeistert.

Noch erfreuter war der Kulturminister, dass er als Wahl-Zweibücker daran erinnern konnte, dass der Kultursommer Rheinland-Pfalz 2020 im Rahmen des Straßentheater-Spektakels in Zweibrücken eröffnet wird (wir berichteten). „Wir haben uns dafür beworben, weil das Thema mit Europa, Schwerpunkt Skandinavien, hervorragend zu Zweibrücken passt“, erinnert der OB an die Bauten aus Zweibrückens Schwedischer Zeit wie dem Schloss, der Karlskirche, der Fasanerie.  Museumsleiterin Charlotte Glück erinnerte über die historischen Gebäude hinaus vor allem an das Freiheitspatent und das Toleranzedikt, mit dem die fortschrittlichen Schweden das entvölkerte Land mit Menschen aus ganz Europa neu aufbauten. „Das hat uns enorm geprägt und zu der Blütezeit des 18. Jahrhunderts geführt, in der sich unsere Kultur phantastisch entwickelt hat. Damals herrschten über 70 Jahren Frieden.“ Mit einbezogen in die Feierlichkeiten werden die Vereine Künstler und Musiker zu einem vielfältigen Programm. Am Festsamstag wird es unter anderem einen Bürgertag der Ministerpräsidentin Malu Dreyer geben.