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Zweibrücken lernt schwimmen
Weitere Unterstützer für Schwimm-Projekt

75 Zweibrücker Kinder mehr können durch das Anfang des Jahres initiierte Projekt von Nichtschwimmern zu Schwimmern werden, schätzt der Sport-Stadtverbands-Vorsitzende Marold Wosnitza.
75 Zweibrücker Kinder mehr können durch das Anfang des Jahres initiierte Projekt von Nichtschwimmern zu Schwimmern werden, schätzt der Sport-Stadtverbands-Vorsitzende Marold Wosnitza. FOTO: dpa / Jens Wolf
Zweibrücken. Die Zukunft des Projekts des Stadtverbands für Sport ist durch Bildungsministerium, Stadt-Töchter und Lotto-Stiftung gesichert. Ministerpräsidentin Dreyer spricht von möglichem Modell für Rheinland-Pfalz. Von Fritz Schäfer

„Das ist positiv angelaufen“, zieht Sechsmorgen-Lehrerin Tanja Vedder eine erste Bilanz des Ende Januar gestarteten Projekts „Zweibrücken lernt schwimmen“. Bei dem Projekt des Stadtverbands für Sport unterstützt eine Schwimmlehrerin im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) die Lehrerinnen und Lehrer der Grundschulen beim Schwimmunterricht. Finanziert wird die FSJlerin von der Stiftung der Sparkasse Südwestpfalz (wir berichteten).

„Die FSJlerin kümmert sich in erster Linie um die Nichtschwimmer“, schildert Vedder den Unterricht. Durch zwei Lehrerinnen sei eine bessere Differenzierung im Unterricht möglich. Dass das Projekt über das Schuljahr hinaus fortgesetzt werden kann, sei erfreulich. Denn der Vorsitzende des Stadtverbands, Marold Wosnitza, hat vom Bildungsministerium die Zusage, dass die FSJ-Stelle im Schuljahr 2019/20 vom Ministerium weiter gefördert wird. „Damit ist das Projekt auch im nächsten Schuljahr sichergestellt.“

Ministerpräsidentin Malu Dreyer habe bei ihrem Besuch letzte Woche in Zweibrücken angekündigt, dass die Landesregierung das Projekt weiter verfolge, teilt Wosnitza mit. Bei einer erfolgreichen Umsetzung könne es modellhaft für den zukünftigen Umgang mit der Herausforderung der steigenden Zahl von Nichtschwimmern im Land sein, stellte Dreyer in Aussicht.



Eine Studie der DLRG hatte 2016 ergeben, dass 60 Prozent aller Kinder nicht richtig schwimmen können. Das war Anlass für den Sport-Stadtverband, das Projekt ins Leben zu rufen.

Davon profitieren die Zweibrücker Grundschulen, wie die Breitwiesenschule, deren Leiter, Andreas Rumpf, äußert sich ebenfalls positiv über das Projekt. „Das ist eine gute Sache, dass uns die FSJlerin beim Schwimmunterricht unterstützt.“ Rumpf ist froh, dass die Aktion auch im kommenden Schuljahr fortgesetzt wird. „Eine helfende Hand ist gut beim Schwimmunterricht.“

Zusätzlich werden für die Gruppe der Nichtschwimmer noch einmal extra Schwimmlehrerinnen und -lehrer verpflichtet, die sich in kleinen Gruppen speziell um diese Gruppe annehmen. Eine Anfangsfinanzierung durch Spenden unter anderem von den städtischen Töchtern in Höhe von 4500 Euro steht. „Die Lotto Rheinland-Pfalz Stiftung hat noch mal 3000 Euro draufgepackt“, informiert Wosnitza. Damit können nach seiner Einschätzung insgesamt rund 75 Nichtschwimmer gezielt unterrichtet werden.

„Ich freue mich sehr über die zugesagten Gelder und die Verlängerung der FSJ-Stelle“, sagt der Vorsitzende des Stadt-Sportverbands. „Ich bin überzeugt, dass das Projekt ein Erfolg wird. Eines unserer Ziele ist es auch, nachzuweisen, dass man mit geringem Finanzeinsatz von weit unter einem Euro pro Bürger in einer Stadt flächendeckend den Kindern die Möglichkeit geben kann, Schwimmen zu lernen.“