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Zweibrücker Gesellschaft für Wohnen und Bauen
Gewobau zieht Anfang Dezember um

 Auch künftig ist die Gewobau an einem attraktiven Platz: dem Alexanderplatz. Sie zieht in den (gestern noch eingerüsteten) Neubau neben dem Ex-City-Outlet. Unten ist schon der Netto-Markt.
Auch künftig ist die Gewobau an einem attraktiven Platz: dem Alexanderplatz. Sie zieht in den (gestern noch eingerüsteten) Neubau neben dem Ex-City-Outlet. Unten ist schon der Netto-Markt. FOTO: Lutz Fröhlich
Zweibrücken. Die neue Zentrale der Gewobau am Busbahnhof soll auch über das ehemalige City-Outlet erreichbar sein. Für den weitgehend leerstehenden Einkaufskomplex wird weiter an einer Lösung gearbeitet, sagt der neue Gewobau-Geschäftsführer Jörg Eschmann. Von Mathias Schneck

Schlossplatz 11 – diese Adresse wird die Gewobau (Gesellschaft für Wohnen und Bauen) in Zweibrücken nicht mehr lange haben. Der Umzug steht in wenigen Wochen bevor, berichtet Jörg Eschmann, seit Juni neben dem bald in Ruhestand gehenden Rolf Holzmann neuer Geschäftsführer der Gewobau. Die künftige Adresse ist nur ein paar Meter entfernt: Hauptstraße 8. Dabei handelt es sich um das neue Gebäude, in dem vergangenen Dezember bereits der Netto-Markt im Erdgeschoss eröffnet hat. Die Gewobau wird in das Stockwerk darüber ziehen.

Das Gebäude, das im Eigentum der Gewobau ist, kennen die Zweibrücker gut: Dort war früher jahrzehntelang lang das bekannte Spielwarengeschäft Passage Schreiner.

Das Gebäude am Schlossplatz 11 gehört der Gewobau nur zum Teil, erläutert Eschmann. Der andere Teil gehört der Welter-Stiftung – eine Stiftung, die der bekannte Apotheker Alfred Welter, der im August 2017 verstorben ist, gegründet hatte.



In diesen Räumlichkeiten, die der Welter-Stiftung gehören, sei ein Teil der Gewobau-Mitarbeiter untergebracht. Der Mietvertrag mit der Stiftung sei zum 31. März nächsten Jahres gekündigt worden, so Eschmann. Bis dahin sollen alle Mitarbeiter in die Hauptstraße 8 umziehen. Es werden zirka 40 Mitarbeiter sein. Nicht alle Beschäftigten der Gewobau gehen an den Busbahnhof – der Regiebetrieb der Wohnungsbaugesellschaft (zirka 25 Mitarbeiter, die Handwerksarbeiten für die Gewobau durchführen) bleibt in der Schlachthofstraße 20.

Für die ab nächstem Jahr leerstehenden Räume am Schlossplatz gebe es bereits jetzt Interessenten, sagt Eschmann. Es seien mehrere Ärzte, die dort eine Praxis eröffnen wollen, vorstellig geworden.

Der künftige Gewobau-Standort im Ex-Passage-Schreiner wird auch durch das ehemalige City-Outlet möglich sein, sagt Eschmann. Das werde bewusst so gemacht, um etwas mehr Leben in das nach wie vor weitgehend leerstehende Center zu bringen.

Für das Ex-City-Outlet ringt die Gewobau weiterhin um Lösungen, macht Eschmann deutlich. Gemeinsam mit der Stadt werde an einem Konzept gearbeitet. Auch die Hochschule in Zweibrücken soll in diesem Konzept eine Rolle spielen.

Der aktuelle Innenstandort der Hochschule in der Hallplatz-Galerie (hier betreibt die Hochschule in einer leerstehenden Ladeneinheit eine Ideenwerkstatt) sei nicht ganz optimal, das liege doch etwas versteckt, so der Gewobau-Chef.

Denkbar sei, dass die Hochschule künftig im Ex-City-Outlet Präsenz zeigt. Aber all das müsse erst noch mit den Verantwortlichen diskutiert werden.

 Jörg Eschmann, seit Juni Chef der städtischen Gewobau, vor deren jetzigem Domizil am Schlossplatz.
Jörg Eschmann, seit Juni Chef der städtischen Gewobau, vor deren jetzigem Domizil am Schlossplatz. FOTO: eck