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Eheschließungen
In Zweibrücken traut man sich immer mehr

Um 25 Prozent ist letztes Jahr die Zahl der Trauungen in Zweibrücken (Symbolbild) gestiegen. Der Wachstums-Trend dieses Jahr fort.
Um 25 Prozent ist letztes Jahr die Zahl der Trauungen in Zweibrücken (Symbolbild) gestiegen. Der Wachstums-Trend dieses Jahr fort. FOTO: picture-alliance/ dpa / Andreas Lander
Zweibrücken. Zahl der Nachfragen – auch von außerhalb – nach Hochzeiten steigt. Brautpaare können im Internet die verschiedenen Trauzimmer rundum anschauen. Von Fritz Schäfer

„Das gewinnt auch eine touristische Bedeutung“, schließt Bürgermeister Christian Gauf (CDU) aus der steigenden Zahl der Trauungen in Zweibrücken – auch von auswärtigen Brautpaaren. So verzeichnete das Standesamt nach Angaben der Leiterin Yvonne Langner im vergangenen Jahr eine Steigerung von rund 25 Prozent gegenüber den Jahren davor.

253 Paare trauten sich 2017 an einem der vier Standorte des Zweibrücker Standesamtes. Davon kamen 98 von außerhalb.

„In dem Jahr können wir an die 300 herankommen“, schätzt Langner. Bisher sind es 231. Allerdings lägen bereits Anmeldungen bis Dezember vor. Im Vergleich dazu haben im vergangenen Jahr 28 Zweibrücker Paare außerhalb – zum großen Teil weiter entfernt – den Bund fürs Leben geschlossen. In diesem Jahr sind es bisher 20.



Von den 231 Trauungen in diesem Jahr in Zweibrücken fanden 148 im Rathaus statt, eine davon im Herzogsaal, die übrigen im Trauzimmer. 58 im Rosengarten und 23 im Trauzimmer in der Fasanerie. Das Zweibrücker Standesamt ist zudem zuständig für die Justizvollzugsanstalt.

Neben der besonderen Atmosphäre der Trauzimmer nennt Stadtsprecher Heinz Braun „die Flexibilität des Standesamtes“ als Grund für die steigende Nachfrage. So sind im Rathaus von Montag bis Donnerstag vor- und nachmittags sowie freitags vormittags Trauungen möglich. Von Oktober bis April auch samstags. Im Rosengarten kann man sich von Mai bis September an drei Samstagen im Monat sowie an einem Mittwoch im Monat trauen lassen. In der Fasanerie je nach Buchung. „Man kann nicht mehr sagen, dass der Freitag oder Sonntag der traditionelle Hochzeittermin ist“, erläutert Langner.

Die Standesamtsleiterin weist darauf hin, dass das Zweibrücker Standesamt bei den Trauungen den Wünschen der Brautpaare entgegenkommt. „Wir machen das ganz individuell.“ Sei es bei bestimmten Zeremonien, wie neuerdings bei der Sandzeremonie oder Hochzeitsbecherzeremonie, oder bei der Musik oder auch bei Redebeiträgen von Angehörigen.

Wer sich die vier Standorte vor der Trauung anschauen möchte, kann das über die Internetseite der Stadt mit einem 360-Grad-Panoramablick machen: auf der Startseite den Button „360 Grad“ anklicken und in der Adresszeile das Wort „heiraten“ hinzufügen.

„Das ist eine Ergänzung zu dem 360-Grad-Panaromarundflug über die Stadt“, erklärt der Inhaber der Falkendrohnen, Thomas Gebauer, der den Panoramablick über die Stadt zusammengestellt hat. Nach den Trauzimmern sollen in der nächsten Zeit auch das Landgestüt neu sowie das Gewerbegebiet Flugplatz eingestellt werden, blickt Gebauer nach vorne. Derzeit verzeichnet er rund 3500 Klicks im Monat. „Wir haben schon Mails aus Australien, die sich auf dem Weg ihre Heimatstadt wieder angeschaut haben“, sagt Braun. Die Stadt sei froh, dass Gebauer die Möglichkeit angeboten hat.