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Bauausschuss
Zweibrücken bringt „Geoportal“ an den Start

Zum Themendienst-Bericht von Falk Zielke vom 30. Oktober 2017: Der Hausbau will gut vorbereitet und geplant sein. Das neue Bauvertragsrecht sichert private Bauherren ab 2018 besser ab. 
(Archivbild vom 05.02.2016/Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher.) Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Zum Themendienst-Bericht von Falk Zielke vom 30. Oktober 2017: Der Hausbau will gut vorbereitet und geplant sein. Das neue Bauvertragsrecht sichert private Bauherren ab 2018 besser ab. (Archivbild vom 05.02.2016/Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher.) Foto: Christin Klose/dpa-tmn FOTO: Christin Klose / dpa-tmn
Zweibrücken. Stadt informiert über „Geoportal“. Kohlenhofstraße wird ab Mitte April ausgebaut. Zustimmung zu Hochschul-Plänen.

Für Bauwillige bietet die Stadt Zweibrücken künftig einen neuen Service an: das „Geoportal“. In der Sitzung des Bauausschusses gestern Abend informierte die Verwaltung über den kurz bevorstehenden Start dieses Portals. „Sie erinnern sich sicher an die ersten Gehversuche diesbezüglich, das ist eine Weile her. Jetzt ist das ,Geoportal’ da und das ist gut für die Bürger“, sagte Oberbürgermeister Kurt Pirmann.

Martina Bieg vom Bauamt stellte das Portal detailliert vor. Es handelt sich um ein Baulücken-Kataster, das heißt, das „Geoportal“ zeigt allen Bauwilligen auf, wo sie in Zweibrücken und den Vororten freie Grundstücke finden. „Jeder Bürger hat Zugriff darauf“, sagte Bieg, das Portal sei im Internet frei verfügbar – es werde zudem über die Internetseite der Stadt Zweibrücken (www.zweibruecken.de) verlinkt. Das „Geoportal“ zeige den Nutzern nur solche Grundstücke an, die bereits voll erschlossen sind. „Also Grundstücke, für die direkt ein Bauantrag gestellt werden kann“, so Bieg. Das Portal werde von UBZ, Stadtwerken und Stadtverwaltung aktuell gehalten. Natürlich könnten Grundstückseigentümer, die nicht wollten, dass ihr Grundstück in dem Kataster gezeigt werde, dagegen Widerspruch einlegen.

Bieg demonstrierte dem Bauausschuss einige Funktionen des Portals: Der Nutzer kann dort hinein- beziehungsweise herauszoomen, er kann Flächen markieren, eine PDF herunterladen und ausdrucken. Der offizielle Start des Systems sei für Anfang Dezember vorgesehen, die Stadt wolle dann noch einmal ausführlich über „Geoportal“ und seine Vorteile informieren.



Die Ausschussmitglieder zeigten sich erfreut über das neue Internet-Angebot. Dirk Schneider (SPD) merkte an, dass es überlegenswert wäre, auch solche Grundstücke auf „Geoportal“ anzuzeigen, die nicht bereits voll erschlossen seien, Interessenten hätten dann einen breiteren Überblick. Bernd Helbing (FDP) fragte, ob die Stadt an eine „offensive Vermarktung“ des neuen Systems denke. Das verneinte Bieg. Die Stadt wolle nicht als Makler auf dem Markt auftreten.

Kurt Dettweiler (FWG) sagte, es sei gut, dass es nun für alle Interessenten im Internet einen raschen Überblick über Baulücken gebe, er werde in seiner Funktion als Ortsvorsteher von Mittelbach-Hengstbach immer wieder von Bürgern gefragt, wo gebaut werden könne.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt informierte Thomas Thiele vom Planungsbüro Thiele über den geplanten Ausbau der Kohlenhofstraße (Straßenzug zwischen dem Güterbahnhof und der Rückseite des Wichernhauses entlang des Schwarzbachs).

Der Ausbau beginnt am 16. April 2018 und soll am 30. Mai 2018 enden, also nach sechseinhalb Wochen. „Auf einer Länge von 155 Metern wird die Straße ausgebaut, in einer Breite von 7,50 Metern“, sagte Thiele. Er stellte eine „Aufwertung in diesem Quartier“ in Aussicht, die „Aufenthalts- und Lebensqualität dort wird zunehmen“, versprach er.

Grünes Licht gab der Bauausschuss für die Pläne der Hochschule, im Bereich des Sportplatzes auf dem Campus ein neues Forschungsgebäude und einen Reinraum zu bauen (wir berichteten gestern). Pirmann sagte, der jetzige Sportplatz werde von einigen Jugendlichen hin und wieder genutzt. Wenn der Sportplatz den Erweiterungsplänen der Hochschule weiche, werde die Stadt zum Ausgleich am Wasserturm in der Nähe einen Bolzplatz schaffen.

Ferner billigte der Bauausschuss die Pläne für ein neues Pflegezentrum. Die „Träger öffentlicher Belange“ haben keine Einwände dagegen, das Projekt kann die weiteren verwaltungsrechtlichen Schritte gehen. Elisabeth Metzger (CDU) regte an, dass der Träger des neuen Seniorenheims, die Diakonie in Pirmasens, in der Zweibrücker Einrichtung eine geschlossene Abteilung für Senioren schafft, die verwirrt sind und bei denen die Gefahr besteht, dass sie fortlaufen und sich gefährden, ferner regte sie eine Intensivbetreuung für Demente und eine Hospizbetreuung an, beides biete die Diakonie in Pirmasens an. Pirmann sagte, dass dies natürlich eine Sache sei, die die Diakonie selbst entscheiden müsse; „aber ich rede mit der Diakonie gerne darüber“, sagte er.