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Kriminal-Prävention in Zweibrücken
Christina Rauch will Vollzugsdienst aufstocken

 Die Mitarbeiter des Vollzugsdienstes sind regelmäßig in der Stadt unterwegs (Archivbild).
Die Mitarbeiter des Vollzugsdienstes sind regelmäßig in der Stadt unterwegs (Archivbild). FOTO: Jörg Jacobi
Zweibrücken. Die neue Zweibrücker Beigeordnete will „noch stärker präventiv tätig sein“, die Zusammenarbeit mit der Polizei intensivieren – und bringt die Idee einer „Online-Umfrage zum Sicherheitsgefühl der Bürger“ ins Spiel. Von Mathias Schneck

In der Zeit rund um den Jahreswechsel gab es in Zweibrücken wieder einige Fälle von Vandalismus zu beklagen – ob in der Fußgängerzone, in der Allee oder im Bahnhofsgebäude.

Vor allem im Bahnhof waren die Sachschäden durchaus ernst, die Gewobau sah sich gar gezwungen, die Eingangshalle für einige Tage zu sperren (wir berichteten).

Für die neue Beigeordnete Christina Rauch (CDU) sehr ärgerliche Vorkommnisse. Rauch, die seit Jahresbeginn kraft ihres Amtes auch Dezernentin des Ordnungsamtes ist, sieht die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr als diesbezüglich schwierige Zeit an, wie sie im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur erklärt.



„In dieser Zeit haben wir leider nur einen eingeschränkten Dienst der Ordnungsbehörde. Es ist Urlaubszeit, ferner werden dienstfreie Tage genommen.“ Der Vollzugsdienst könne also nicht wie gewohnt seine Streifen durchführen und nach dem Rechten sehen. Das käme Vandalen zupass.

Derzeit sind im Vollzugsdienst acht Vollzeitkräfte tätig. Hinzu kommen drei Hilfspolizisten des Ordnungsamtes (die aber ausschließlich für die Kontrolle des ruhenden Verkehrs zuständig sind).

Rauch sagt, sie wolle diese Zahl von acht Vollzeitkräften erhöhen. „Natürlich würde es uns im Kampf gegen Vandalen und andere Straftäter helfen, wenn wir mehr Personal hätten. Dafür werde ich mich einsetzen. Ich möchte, dass sich jeder in Zweibrücken wohl fühlt. Und Vollzugskräfte, die vor Ort sind und Präsenz zeigen können den Bürgern ein Gefühl von Sicherheit vermitteln, das zum Wohlfühlen beiträgt“, betont die Beigeordnete.

Natürlich stehe über allem die schwierige Haushaltssituation der Rosenstadt, die hohe Verschuldung drücke und sorge für Sparzwänge. Doch ist Rauch der Auffassung, dass beim Vollzugsdienst nicht gespart werden sollte.

„Wir werden versuchen, noch stärker präventiv tätig zu sein“, kündigt die neue Beigeordnete an. Den ständigen Austausch mit der Polizei, den die Ordnungsamts-Dezernentin lobt, werde man „noch weiter intensivieren“, kündigt sie an.

„Es erfolgen bereits jetzt regelmäßige Streifengänge in unserer Stadt. Zum Teil mehrfach täglich – auch zusammen mit der Polizei“, macht Rauch darauf aufmerksam, dass das Ordnungsamt versucht, mit seinen begrenzten Mitteln ein Höchstmaß an Sicherheit zu bieten.

Aber dennoch: „Eine vollständige Überwachung überall – rund um die Uhr – ist natürlich nicht möglich und es stellt sich auch die Frage, ob dies überhaupt gewünscht ist“, gibt Rauch zu bedenken.

Wichtig ist der Beigeordneten, dass im Bereich der Prävention der Arbeitskreis Sicherheit des Zweibrücker Kriminalpräventionsrates wiederbelebt wird.

Dieser Arbeitskreis sei derzeit nicht aktiv, es fehle an einem Vorsitzenden, der sich hier einbringt. Der Arbeitskreis habe in der Vergangenheit wertvolle Arbeit geleistet, blickt sie zurück. „Früher gab es zum Beispiel Stadtbegehungen mit interessierten Bürgern, um die Ausleuchtung der Straßenbeleuchtung zu beurteilen, gegebenenfalls dunkle Ecken zu notieren und neue Straßenlampen anzuregen oder auch Gefahrenstellen aufzuzeigen“, nennt Rauch einen Aspekt, wo der Arbeitskreis sich einbrachte.„Es wäre ganz wichtig, dass dieses Gremium wieder mit Leben gefüllt wird. Es ist eine Arbeit von den Bürgern für die Bürger.“

Ein neu startender Arbeitskreis könnte auch daran mitwirken, „dass Online-Umfragen zum Sicherheitsgefühl in der Stadt durchgeführt werden“, schlägt Rauch vor.

„Im Plenum des Kriminalpräventionsrats werden die Ergebnisse des Arbeitskreises Senioren und Integration, Berichte der Schulen und aktuelle Zahlen der Polizei gehört.

 Christina Rauch
Christina Rauch FOTO: CDU Zweibrücken