| 23:40 Uhr

Umgestaltung der Canadasiedlung
Aufbruch im „Kanada-Wohnpark“

Mit einem Fest wurde am Freitag der Beginn der Umgestaltung der Zweibrücker Canadasiedlung begangen.
Mit einem Fest wurde am Freitag der Beginn der Umgestaltung der Zweibrücker Canadasiedlung begangen. FOTO: Volker Baumann
Zweibrücken. Das Diakonie-Zentrum Pirmasens hat die Altenpflege-Einrichtung in der Canadasiedlung vorgestellt. Von Fritz Schäfer

„Beteiligen Sie sich, damit aus der Canadasiedlung ein Kanada-Wohnpark wird“, rief der Vorstand des DiakonieZentrums Pirmasens (DZ), Norbert Becker, den über 100 Gäste des „Aufbruchsfests“ zu. Zwar baue das DZ in dem Gebiet eine Altenpflegeeinrichtung (wir berichteten). Aber es soll mehr sein. Ein ganzes Netzwerk von Einrichtungen wie das Wohnen-Plus der Gewobau. Aber auch die jetzigen und die künftigen Bewohner der früheren militärischen Liegenschaft sollen sich einbringen. „Machen Sie das Quartier zu ihrer Sache.“ Dazu forderten auch die Quartiermanager Kim Siewers und Marco Müller die Anlieger auf. „Wir wollen ihr Ansprechpartner bei ihren Fragen und Problemen sein“, sagte Siewert. „Wir sind auch gespannt auf ihre Ideen“, fügte Müller hinzu. Mit der Einrichtung eines Stadtteilbüros nannte Siewert das erste ihrer Projekte. Eine Bücherinsel und ein sanierter Spielplatz sollen folgen.

Nach dem Erwerb der Canadasiedlung im Jahr 2011 hat die Gewobau acht Wohnblocks mit 48 Wohneinheiten grundlegend saniert und Häuser abgerissen um Bauplätze und einen Einkaufsmarkt zu schaffen. „All das hat dazu geführt, dass die Canadasiedlung zu einer besseren Wohnadresse wurde“, sagte Gewobau-Geschäftsführer Rolf Holzmann. Derzeit laufen noch die Abrissarbeiten von vier Wohnblocks. In der ersten Jahreshälfte 2019 wird mit dem Bau der Gebäude begonnen, die dann im Jahr 2020 fertig gestellt sein sollen. „Hier entsteht etwas Großes“, sagte Bürgermeister Christian Gauf (CDU). Das Pflegezentrum sei ein „starkes und sichtbares Projekt des Projekts Soziale Stadt“. In dem Gebiet werde ein Umfeld geschaffen, in dem Junge und Alte, mit und ohne Handicap gut zusammenleben können. So ein Projekt gelinge nur, wenn verschiedene Partner zusammenarbeiten. Neben der Stadt, die Gewobau, das DZ und die Herzog-Wolfgang-Stiftung.