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Himmelsbergkapelle
Lieder in unterschiedlichen Sprachen

„Singen für Europa“ heißt es heute Abend, wenn der Chor des Vereins „Zusammenarbeit mit Osteuropa“ in der Himmelsbergkapelle zu Gast ist. Foto:
„Singen für Europa“ heißt es heute Abend, wenn der Chor des Vereins „Zusammenarbeit mit Osteuropa“ in der Himmelsbergkapelle zu Gast ist. Foto: FOTO: Volker Baumann
Zweibrücken. Der Chor des Vereins „Zusammenarbeit mit Osteuropa“ ist zu Gast in der Himmelsbergkapelle. Auch der Zweibrücker Esperanto-Klub wird sich vorstellen. Von Cordula von Waldow

Zum zweiten Mal innerhalb nur einer Woche lädt der Verein „Kultur in der Himmelsbergkapelle“ zu einem Konzert in die ehemalige Krankenhauskapelle ein. Am heutigen Freitag, 28. September, ist um 19 Uhr der rund zwölfköpfige Chor des Vereins „Zusammenarbeit mit Osteuropa“ zu Gast. Unter der Leitung von Liane Weidmann-Lichtel heißt das Programm der internationalen Sängerinnen und Sänger „Singen für Europa“.

„Unser Repertoire umfasst rund 120 Lieder unterschiedlicher Sprachen mit dem Schwerpunkt Osteuropa“, berichtet die gebürtige Rumänin. So werden Lieder und Folklore aus Deutschland und Russland, auf Hebräisch und Jiddisch – „das ist ein großer Unterschied“ (Liane Weidmann-Lichtel) – auf Serbo-Kroatisch und sogar auf Esperanto zu hören sein. Dabei wird der Zweibrücker Esperanto-Klub sich und die am weitesten verbreitete Plan-Sprache vorstellen. Esperanto erleichtert die Verständigung zwischen Menschen verschiedener Völker und ermöglicht kulturelle Gleichberechtigung.

„Wir singen in einer Kirche. Entsprechend haben wir auch unser Programm zusammengestellt. Es werden außer Volksliedern auch Kirchenlieder zu hören sein“, skizziert die Chorleiterin. Neben dem weltbekannten Titel „Hevenu Shalom“ und Liedern aus dem deutschen Kirchen-Gesangbuch werden auch viele unbekannte Titel gesungen.



Einblick in die östliche Folklore bietet ein Kerzentanz. Wie international der Chor und seine Leiterin aufgestellt sind, zeigt einer der Höhepunkte: In Absprache mit der Vereinsvorsitzenden des Fördervereins, der Winterbacher Pfarrerin Elisabeth Brach, wird Liane Weidmann-Lichtel das Vater-Unser in zehn Sprachen beten. „Außerdem erwarten wir einen Überraschungsgast“, verspricht sie einen hoch interessanten, musikalischen Abend.

Das Anliegen des Vereins „Zusammenarbeit mit Osteuropa“ ist es, den Menschen, die in Osteuropa leben, so viel wie möglich zu helfen. Er will aber auch dafür sorgen, dass zugewanderte Menschen sich in Deutschland nicht fremd fühlen. Der Landesverband Rheinland-Pfalz hat langjährige Beziehungen zu Ungarn und Rumänien aufgebaut. Friedvolles Zusammenleben anstelle Kalten Krieges war die Intention bei der Gründung des Vereins Anfang der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

Der Eintritt ist, wie üblich bei Konzerten und Veranstaltungen des Vereins „Kultur in der Himmelsbergkapelle“, frei. Um eine Spende zu Gunsten des Fördervereins wird jedoch nach Möglichkeit gebeten. Dem Verein gehören Interessierte weit über die Grenzen von Zweibrücken hinaus aus der Saarpfalz wie aus der Südwestpfalz an.