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Große Pläne
Zusätzliche Angebote für das Landgestüt

 Im Planwagen plante Werner Euskirchen mit dem Bürgerforum das weitere Vorgehen.
Im Planwagen plante Werner Euskirchen mit dem Bürgerforum das weitere Vorgehen. FOTO: Norbert Rech
Zweibrücken. Werner Euskirchen: Die Pläne für ein Kutschen-Museum und ein Info-Zentrum finden viele Unterstützer. Von Norbert Rech

Guter Dinge ist Werner Euskirchen bezüglich seines Planes im Landgestüt ein Info-Zentrum des grenzübergreifenden ländlichen Raums in der Südwestpfalz sowie ein Museum einzurichten. In Letzterem soll neben der Ausstellung von Kutschen auch die Geschichte des Gestütes und der Eisenbahn in der Region aufgezeigt werden (wir berichteten). Das Ganze will der pensionierte Richter im Rahmen eines Bürgerforums erreichen, das sich in dieser Woche zum ersten Mal getroffen hat. Mit von der Partie ist unter anderem der Verein zur Förderung des Schienenverkehrs in und um Zweibrücken. „Wie finden die Idee sehr gut“, erklärt dessen Vertreter Werner Gall auf Nachfrage des Merkur. Auch die Gehrlein-Fuchs-Stiftung der Verein für Pferdefahrsport Westpfalz, die Paneuropa-Union und der Förderverein des Zweibrücker Stadtmuseums stünden dem Vorhaben positiv gegenüber.

„Auf Anfrage des Bürgerforums hat sich die Pressesprecherin des Bezirksverbandes Pfalz an dem Projekt ebenfalls sehr interessiert gezeigt“, berichtet Euskirchen. Er glaubt, das Museum könne in dem tausend Quadratmeter großen ungenutzten Speicherraum der denkmalgeschützten Landgestüts-Gebäude entstehen.

Da der Bezirksverband Pfalz jährlich 80000 Euro ausschließlich für die Erhaltung der historischen Anlagen einsetzen will, ist nach Angaben Euskirchens eine vorgeschlagene Verwendung als Info- und Touristenzentrum mit Bezug zum ländlichen Raum in der zu erhaltenden Grünachse der ehemaligen herzoglichen Gärten durchaus möglich. Dies könne auch verbunden werden mit der „Paneuropäischen Polenkönig Stanislaus Route“, auf der im kommenden Jahr der Umzug des Polenkönigs Stanislaus auf Kutschen von Zweibrücken nach Weissenburg nachgespielt werden soll.



Euskirchen will für den 12. Oktober den Vorsitzenden des Bezirksverbandes zu entsprechenden Gesprächen der geplanten grenzübergreifenden Regionalkonferenz nach Hornbach einladen. Erfreulich seien schon die Gespräche mit dem Zweibrücker Bürgermeister Christian Gauf und der Leiterin der Bibliotheca Bipontina Sigrid Hubert-Reichling verlaufen. Letztere will Material von eigenen Ausstellungen zu diesem Thema und „eine Fülle von historischem Buch- und Bildmaterial“ aus der Herzogszeit beisteuern. Geplant sei, in den kommenden Wochen eine Ferienakademie zum Landgestüt und am Wochenende auch Kutschenfahrten in Zweibrücken anzubieten.