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Zufriedene Händler

 Für einen nasskalten Sonntag im Winter war in Zweibrücken gestern einiges los. Fotos: nadine bröcker
Für einen nasskalten Sonntag im Winter war in Zweibrücken gestern einiges los. Fotos: nadine bröcker
Zweibrücken. Mit einem neuen Konzept sind die Zweibrücker Händler in den diesjährigen Reigen der verkaufsoffenen Sonntage gestartet. City-Managerin und Gemeinsamhandel sehen die Premiere als Erfolg. Nadine Bröcker

Wenn sich an einem Sonntag vor der Contwiger Autobahnabfahrt ein Stau bildet, bedeutet das in aller Regel eines: Es ist verkaufsoffener Sonntag in der Rosenstadt. So blieb auch am gestrigen Sonntag das Verkehrsgedränge nicht aus.

Aber auch in der Innenstadt herrschte reges Treiben. Während die meisten Geschäfte und Gaststätten in und um die Fußgängerzone herum geöffnet hatten, wurde der Hallplatz erstmals am verkaufsoffenen Sonntag zu einem Marktplatz für Standbetreiber. 20 Händler waren gekommen und präsentierten ihr Warenangebot, darunter Felle, Körbe, Liköre, Süßigkeiten, Schwarzwälder Schinken, Taschen, Holzwaren und vieles mehr. Auf dem Schlossplatz hingegen trotzten nur 13 Flohmarktbeschicker dem eisigen Januarwetter. "Es ist ein guter Anfang", bewertete Citymanagerin Petra Stricker den Auftakt der vier Sonntage. Schon am Nachmittag seien ihr von den meisten Standbetreibern die Teilnahme am nächsten verkaufsoffenen Sonntag im April zugesagt worden. Zufrieden zeigte sich auch das Team der vor wenigen Tagen neu eröffneten Goldschmiede, die durch ihre neue Lage inmitten der Fußgängerzone nach eigener Einschätzung nun aktiver am Geschehen teilnehmen. Ein paar Meter weiter hatten Sandra Cleemann von Idee+Spiel Cleemann und Andreas Michel, Vorsitzender von Gemeinsamhandel e.V., alle Hände voll zu tun. Der Verein Gemeinsamhandel war nämlich ebenfalls mit einem eigenen Stand vertreten. An diesem gab es für die Besucher einen kostenlosen Neujahrsgruß in Form von Glühwein und einem gebackenen Glücksschweinchen.

"Wir haben heute einen traumhaften Start ins Jahr", fand Andreas Michel. Auf den Neujahrsgruß habe er viele positive Resonanz erfahren. "Daraus entstehen natürlich auch schöne Gespräche", fährt er fort. Sandra Cleemann war ebenfalls zufrieden: "Die Stadt ist voll", was gerade im Januar ein tolles Zeichen sei. Über "eine hervorragende Frequenz", durfte sich nach Aussage von Bettina Ahranjani auch Möbel Martin freuen. Selbst fünfzehn Minuten vor Schließung am Abend, habe es nicht so ausgesehen, als ob die Kunden schon bereit seien, nach Hause zu gehen. "Es war ein guter Sonntag, wie wir ihn aus dem Januar in anderen Jahren gewohnt sind", resümierte Ahranjani.



Etwas weniger euphorisch zog Edeka-Ernst-Chef Dieter Ernst sein Fazit: "Bei mir im Haus war es ein durchwachsener Sonntag." Dies sei Ende Januar allerdings mittlerweile schon Tradition und für ihn kein Anlass, die anderen drei Sonntage nicht mitzumachen.