| 19:08 Uhr

Wo der rote Wahnsinn wütet

Die Welt von „Enderal“ ist außerordentlich hübsch.
Die Welt von „Enderal“ ist außerordentlich hübsch. FOTO: SureAI
Zweibrücken. Das 2011 erschienene „Skyrim“ war bereits ein echtes Schwergewicht im Rollenspiel-Kosmos. Auf seiner Basis haben Hobby-Programmierer ein Spiel erschaffen, das sich qualitativ durchaus mit dem Vorbild messen kann. Jan Althoff

Vom "roten Wahnsinn" redet man nicht nur in emotionalen Momenten bei der CDU und anderen konservativen Parteien. Auch in der Spielwelt von "Enderal" blickt man besorgt auf ein Phänomen dieses Namens. Dort ist es eine Art Raserei, die bisher unauffällige Zeitgenossen zu grausamen Mördern werden lässt. Was hat es damit auf sich und dem Gerücht, die Götter seien tot? Diesen und weiteren Rätseln spürt der Spieler in dem Rollenspiel nach, das auf dem Grundgerüst von "Skyrim" basiert. Entworfen wurde diese so genannte Total Conversion ("vollständige Umwandlung" des ursprünglichen Programmes) von einem Hobbyteam. Trotzdem kann das, für alle "Skyrim"-Besitzer kostenlos herunterladbare, Programm qualitativ mit Profispielen mithalten. Es macht sogar einige Dinge besser als das Original. Zum Beispiel erzählt es eine stringentere und fesselndere Geschichte als "Skyrim". Auch die Möglichkeiten des "Skyrim"-Grafikgerüstes haben die Entwickler in Teilen besser genutzt als die ursprünglichen Entwickler - etwa bei der Gestaltung der Gesichter oder dem Einsatz von Licht.

Das Spiel selber fühlt sich weiter sehr nach "Skyrim" an - Schriften, Design und Textur-Grundbausteine sind identisch, ebenso das Kampfsystem. Änderungen bei der Charakterentwicklung fallen erst auf den zweiten Blick auf. Gleiches gilt für Details wie das Fehlen einer Selbstheilungsfunktion oder der gewohnten Schnellreise-Funktion (die lässt sich allerdings durch eine Modifikation aktivieren). "Skyrim"-Fans sollten sich "Enderal" unbedingt ansehen.

Wertung (Schulnote) 1-

FOTO: SureAI
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