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| 23:34 Uhr

Karnevalverein Zweibrücken
Witz, Klamauk, Tanz und Kokolores

„Das Universum steckt voller Geheimnisse“: Der powergeladene Show-Tanz der Rot-Weißen Funken & Co. überzeugte  in außergewöhnlichen Kostümen.
„Das Universum steckt voller Geheimnisse“: Der powergeladene Show-Tanz der Rot-Weißen Funken & Co. überzeugte in außergewöhnlichen Kostümen. FOTO: Volker Baumann
Zweibrücken. Die KVZ-Prunksitzung bot die komplette närrische Farbpalette. Von Volker Baumann

Wer in Zweibrücken „Fastnacht“ sagt, der muss auch „Prunksitzung“ sagen. Und wer „Prunksitzung“ sagt, der kommt am „langen Samstag“ des KVZ (Karnevalverein Zweibrücken) in der Festhalle nicht vorbei. Von 20.11 Uhr bis nach Mitternacht gaben sich dort Büttenkanonen, Gardetänzerinnen, Sänger, Musiker, Ballett und Überraschungsgäste das närrische Zepter in die Hand. Alles und jeder kriegt, humorvoll verpackt, sein Fett weg, von den Leuten von nebenan über lokale Honoratioren bis hin zu den „verrückten“ Geschehnissen in der Welt. Sitzungspräsidentin Heike Förch bremste allerdings zunächst die Euphorie des Publikums in der prall gefüllten Festhalle, da der Stargast ausfalle: Helene Fischer, die nach 385 000-maliger Intonation von „Atemlos“ in Zweibrücken die Erfolgsserie fortsetzen sollte, sei durch die vielen Kreisel bei der Anreise so atemlos geworden, dass sie nicht mehr auftreten könne. Der Ausfall war schnell verschmerzt und Förch, zu Karnevalszeiten auch als städtische Reinemachefrau „Allerschenscht“ bekannt, begrüßte das närrische Dreigestirn der Stadtpolitik „Prinz Gauf“, „Bauer (Henno) Pirmann“ und „Jungfrau Gensch“ als Gäste in der ersten Reihe. Dann war die Bühne vor dem Elferrat und der Hausband „New Swingers“ freigegeben für insgesamt 24 Auftritte von Narren aus der eigenen Schmiede und Gastauftritte aus Herschberg und Ostschacht. Schenkelklopfen auslösende Gags der „Bütten-Protagonisten“, die ab und zu „atemlos“ machten, wechselten sich mit top-choreographierten und akrobatischen Tänzen der Tanzzwerge, der Jugendgarde, der rot-weißen Funkengarde, des Funkenmariechens, des Damenballetts, der Junioren und des Männerballetts ab. Ob der furiosen Aktionen war auch hier beim Zuschauer Atemnot programmiert. Auf hohem Niveau einstudiert hatten die Tänze Angela Wild, Anja Frübis, Simone Wilms und Sophia Reisner. Das Herschberger Männerballett, zwölf Männer als Neandertaler, brachte urzeitliche Stimmung mit brachialer Action in den Saal, einstudiert von Sina Bohl und Larissa Anstätt.

In die Bütt traten Laura und Emilie Ries als „Oma und Enkelin“. Sie schlafe immer getrennt, verriet die Großmutter – allerdings nicht von ihrem Mann, sondern von ihren Zähnen. Das „Ehepaar“ Regina und Uwe Simon putzte sich gegenseitig herunter und machte klar, dass eine lange Ehe den Umgangston etwas derb werden lasse. Frank Jacobi als „De Franzel“ berichtete von einer Tour mit Christoph Gensch, der auf einem feucht-fröhlichen Nachhauseweg auf die Bahnstrecke gelangt sei und festgestellt habe, dass die Treppe so lang sei und das Geländer so unheimlich tief. Die „Allerschenscht“, alias Heike Förch hatte ihren Chef, Bürgermeister Gauf, im Visier: „Der redet im Schlaf und dann lacht das ganze Büro“, so ihr Seitenhieb auf alle Beamten. Das neue „Esel-Taxi“ in Mörsbach sei der Knaller. Wenn man den letzten Bus um 19.30 Uhr nach Zweibrücken verpasst habe, könne man auf den Esel umsteigen – man müsse allerdings darauf achten, vor Arbeitsbeginn am nächsten Morgen anzukommen.

Ein weiteres Glanzstück des Abends: Berni Düker wurde, in traditioneller Manier und Zunft, mit dem Schwert zum Zweibrücker Herzogsnarr geschlagen. Düker bedankte sich mit einem Lied aus seiner norddeutschen Heimat. Finale furioso dann weit nach Mitternacht mit Hits der KVZ-Spatzen.

Weitere Fotos auf Seite 16 und

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