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Willi Conrad: Seit 50 Jahren bei der Zweibrücker Stadtverwaltung

Willi Conrad (rechts) mit Bürgermeister Rolf Franzen. Foto: maw
Willi Conrad (rechts) mit Bürgermeister Rolf Franzen. Foto: maw FOTO: maw
Zweibrücken. "Als ich vor 50 Jahren bei der Stadt angefangen habe, habe ich das erste Mal ein Telefon in die Hand genommen", nannte Willi Conrad ein gravierendes Beispiel, wie sich die Arbeitswelt in der Verwaltung seit 1966 geändert hat. Fritz Schäfer

Das Telefon sei zudem "ein schwarzer Kasten" gewesen und in der Zentrale seien die Verbindungen noch "gestöpselt" worden.

Gestern gratulierte Bürgermeister Rolf Franzen dem 64-jährigen Niederauerbacher zu seinem seltenen Dienstjubiläum. "Ich glaube, in den letzten 20 Jahren waren das gerade eine handvoll Personen", schätzte Franzen. Der Amtsrat erhielt neben einer Urkunde von Oberbürgermeister Kurt Pirmann unterschriebenen Urkunde auch eine von Ministerpräsidentin Malu Dreyer . Franzen schilderte einen Teil des Weges "des Verwaltungsdinosauriers" im Rathaus. Vom Eintritt in die Verwaltung bis zur Leitung der Abteilung Bauverwaltung beim Stadtbauamt.

Conrad vermutete, dass nicht mehr viele Mitarbeiter 50 Jahre voll bekommen. Das hänge auch mit dem Eintrittsalter ab. "Mit 14 Jahren steigt keiner mehr ins Berufsleben ein. Die sind heute alle älter." Neben der technischen Veränderung sprach Conrad auch die "erhebliche Veränderung" bei der Ausbildung an. Er habe noch mit einem Volksschulabschluss den Sprung in den gehobenen Dienst geschafft. Dabei hat Conrad 1975 ein Verwaltungsdiplom bei der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Rheinland-Pfalz abgelegt. Inzwischen seien Abitur und Studium Voraussetzung, um in den gehobenen Dienst zu kommen. Um 50 Jahre vollzumachen, müsse man auch gesund bleiben, meinte Conrad.

Neben Conrad erhielten Inge Schneider, Julia Weber, Alf Maier und Michel Rastoul eine Urkunde für 25 Jahre im Dienst der Stadt.