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Vortrag am 28. Juni
Wie kann man die NS-Zeit in Zweibrücken aufarbeiten?

Zweibrücken. „Die Geschichte des Nationalsozialismus in Zweibrücken ist noch ungenügend aufgearbeitet“, stellt die Leiterin des Stadtmuseums, Charlotte Glück, fest. Die sogenannte Affäre Woelbing habe dies zuletzt deutlich gemacht.

(Hans Woelbing, nach dem Zweiten Weltkrieg in Zweibrücken Gymnasiallehrer sowie Leiter der Volkshochschule und der Bibliotheca Bipontina, war 1933 ein Mitinitiator und der „Feuerredner“ bei der Bücherverbrennung in Dortmund.) Deshalb möchte die Stadt die wissenschaftliche Forschung zu diesem düsteren Kapitel der Stadt unterstützen. Glück: „Jetzt suchen wir Wege wie das Thema angegangen werden kann.“ Im März hatte der Kulturausschuss des Stadtrats darüber diskutiert (wir berichteten).

Vorschläge erhofft sich Charlotte Glück vom früheren Stadtarchivar von Landau, Michael Martin, der sich intensiv mit der Geschichte Landaus während der NS-Zeit befasst habe. Seine Erfahrung soll nun der Stadt Zweibrücken helfen, „systematisch an die geplante Aufarbeitung zu gehen“, erklärt Glück.

Das Stadtarchiv lädt deshalb für Donnerstag, 28. Juni, 19 Uhr, zu dem Vortrag von Michael Martin „Die Aufarbeitung der NS-Zeit“ ins Zweibrücker Stadtmuseum, Herzogstraße 9-11, ein. Dabei soll auch über die weitere Vorgehensweise diskutiert werden, wie die Geschichte des Nationalsozialismus in Zweibrücken besser aufgearbeitet werden kann.



(sf)