| 20:28 Uhr

Widerstand gegen Denkmal Rosengarten

 Engagierte Rosengarten-Freundin: Hanne Stauch. Foto: pma
Engagierte Rosengarten-Freundin: Hanne Stauch. Foto: pma
Zweibrücken. Die "letzten markanten Spuren" der 50er-Jahre im Zweibrücker Rosengarten dürften nicht verloren gehen, begründete Hanne Stauch (FDP) am Mittwochabend ihren letzten Antrag als Stadträtin, nämlich den Rosengarten unter Denkmalschutz zu stellen

Zweibrücken. Die "letzten markanten Spuren" der 50er-Jahre im Zweibrücker Rosengarten dürften nicht verloren gehen, begründete Hanne Stauch (FDP) am Mittwochabend ihren letzten Antrag als Stadträtin, nämlich den Rosengarten unter Denkmalschutz zu stellen. Die Stadt habe "die Chance, im Reigen einiger weniger Städte in Deutschland ein Stück Gartengeschichte mit Alleinstellungscharakter zu haben, das den Wiederaufbau unserer Stadt und das Engagement unserer Bürger widerspiegelt." Mit den meisten Stimmen von CDU, FDP, Grüner Liste und Linken wurde Stauchs Antrag zwar in den Bauausschuss verwiesen. Inhaltlich gab es seitens der beiden größten Fraktionen nur skeptische Stimmen. Wolfgang Ohler (SPD) warnte vor Etikettenschwindel: In dem "modernen Erlebnisgarten" gebe es nach mehrfachen Umgestaltungen im Laufe seiner 96-jährigen Geschichte nämlich kaum noch historische Spuren. Und Ohler warnte als Vorsitzender des Förderkreises "Historische Fasanerie": "Dort würde ich den Denkmalschutz gerne loswerden. Er ist ein Klotz am Bein! Ein Beispiel: Wir wollten die Symmetrie der barocken Treppe wiederherstellen, das wurde nicht genehmigt. Und die Blockhütte mit Würstchen- und Bierverkauf ist auch wegen des Denkmalschutzes nicht mehr da." Christina Rauch (CDU) mahnte, "Prioritäten zu setzen, wo wir unser Geld ausgeben". Wenn es aus Sparzwängen selbst Debatten über 20 000 Euro für Hortbetreuung gebe, könne die Stadt es sich schlecht leisten, "verdammt viel Geld" für Denkmalschutz-Untersuchungen auszugeben. lf