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After-Work-Party
Whitney Houston schmilzt das Eis

Die Kölner Band Soul United sorgte bei der After Work Party im Outlet für gute Stimmung.
Die Kölner Band Soul United sorgte bei der After Work Party im Outlet für gute Stimmung. FOTO: sedi / Sebastian Dingler
Zweibrücken. Die Band Soul United begeisterte beim zweiten Teil der Reihe „After Work Party“ im Zweibrücker Fashion Outlet. Von Sebastian Dingler

Dass Soulbands gute Stimmung verbreiten und gerne den Begriff Soul bewusst vor sich hertragen – das ist an sich nichts Neues. So war das auch bei der Kölner Band Soul United, die bei der After Work Party im Fashion Outlet auftrat. Selten ist jedoch, dass solche Formationen wirklich fest zusammen spielende Bands sind; häufig sind das zusammengewürfelte Gruppen, die nicht so gut aufeinander eingespielt sind. Anders bei den Kölnern: Dort hält seit 18 Jahren Schlagzeuger Lothar Simon die Zügel fest in der Hand. Auch Bassist Roman Fuchß, Gitarrist Oliver Stark und Keyboarder Jan Lammert sind ständige Bandmitglieder, ebenso die herausragende Sängerin Cinja Pausewang. Nur Saxofonistin Carolin Hild war für den Auftritt in Zweibrücken extra dazugekommen, da die anderen Bläser keine Zeit hatten.

Dass die Band gut groovet, bestätigte auch Kulturamtschef Thilo Huble, der privat gekommen war. Aus Neugier und auf der Suche nach interessanten Formationen. Im Repertoire hatte Soul United neben den üblichen Soul-Klassikern wie Upside Down, Mercy oder Son of a Preacher Man auch aktuellere Songs wie Happy oder Price Tag sowie viele Titel von Aretha Franklin. Die Band spielt nämlich auch ein eigenes Programm nur mit Songs der Soul-Diva. Hörten die bestimmt über 500 Zuhörer auf dem Centre Court anfangs noch etwas verhalten zu, begann schon im ersten Set bei „I Wanna Dance with Somebody“ von Whitney Houston das Eis zu schmelzen. Endgültig gebrochen wurde es, als sich bei „Ain’t Nobody“ Frontfrau Cinja Pausewang unter die Tanzenden mischte und die Menge zum Mitsingen animierte.

Im zweiten und dritten Set gab es dann kein Halten mehr, da wurde es schon eng vor der Bühne bei der Masse an Tanzwütigen. Unter ihnen auch die Zweibrückerin Heidi Beer, die „hauptsächlich zum Tanzen“ gekommen war: „Das ist eine Leidenschaft von mir.“ Anders ging es Ulrike aus Kleinsteinhausen, bei der es mehr auf die Geselligkeit ankam: „Wir treffen uns immer hier mit Freundinnen. Außerdem ist es hier fast ein bisschen wie im Urlaub.“ Philipp Klein aus Niederhausen hatte sich, passend dazu, einen der wenigen Liegestühle sichern können. „Da bleibe ich ganz relaxt drin liegen und genieße die Musik und das Ambiente“, meinte er. Toll empfanden es viele, dass die Band bis um zehn Uhr Stimmung machte. Nächsten Donnerstag geht die Reihe weiter mit der Salsa-Band Rafaelito y su Tumbao.