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Wetterrückblick
Viele goldene Tage

Zweibrücken. Der Oktober war in diesem Jahr überdurchschnittlich warm. Von Michael Agne

Der Oktober verwöhnte uns für lange Zeit mit seinem „goldenen“ Glanz und spendete zudem auch noch spätsommerlichen Wärme. Ein bisschen Sprühregen gleich zu Monatsbeginn, das war es dann aber schon in Sachen Nässe vom Himmel, was uns der Oktober über weite Strecken zu bescheren hatte. Wie bereits schon während der Monate zuvor wurden wir meistens von der Sonne verwöhnt.

Nach kühlem Start mit leichten Bodenfrösten in bevorzugten Gebieten wurde es mit Tagestemperaturen von über 20 Grad rasch wieder angenehm warm. Über den Mittelabschnitt wurden sogar verbreitet rekordverdächtige Temperaturen von 24 bis 27 Grad gemessen. Auch in den Nächten machte sich die laue Spätsommerwärme noch bemerkbar.

Im Schlussabschnitt ging es mit dem Quecksilber dann allerdings spürbar bergab und immer mehr Wolken schoben sich vor die Sonne, die jedoch außer ein wenig Nieseln keinen nennenswerten Regen im Gepäck hatten. Erst zum Monatsende sorgte ein erster richtiger Kaltluftvorstoß von Norden häufiger für Nass von oben und der aufmerksame Beobachter erkannte sogar die eine oder andere Schneeflocke unter den Tropfen.



Regionale Wetterdaten Das Mittel der Lufttemperatur lag im Oktober mit 11,8 Grad Celsius um 1,6 Grad über dem langjährigen Durchschnittswert. Damit war dies bereits schon der siebte Monat in Folge, der mehr oder weniger deutlich zu warm ausfiel. „Heiztage“ (Tagesmittel unter 15 Grad) gab es aber schon 23. „Vegetationstage“ (Tagesmittel 5,0 Grad und mehr) konnten 27 verbucht werden. „Bodenfrosttage“ gab es einen einzigen. Tage mit Höchsttemperaturen von über 20,0 Grad gab es zwölf. „Sommertage“ (Höchsttemperaturen von 25,0 Grad und mehr) bot uns die Natur drei. Der tiefste Wert mit herbstlich kühlen 0,7 Grad resultierte am 31.. Der höchste Wert dieses Monats wurde am 14. mit spätsommerlichen 26,1 Grad verzeichnet. Der niedrigste auf Meereshöhe reduzierte Luftdruck wurde jeweils am 29. und 30. mit 985 Hektopascal gemessen. Der höchste auf Meereshöhe reduzierte Luftdruck wurde am 22. mit 1032 Hektopascal gemessen. Die Niederschlagsmenge lag in Lambsborn bei armseligen 11,8 Litern pro Quadratmeter, so wenig wie bisher noch nicht in einem Oktober. Das entspricht 15,0 Prozent des langjährigen Monatsmittels. In Martinshöhe fielen im vergangenen Monat 11,2 Liter pro Quadratmeter. In Morlautern waren es 8,2 Liter pro Quadratmeter. In Landstuhl waren es 16 Liter pro Quadratmeter. In Trippstadt waren es 19,5 Liter pro Quadratmeter. In Zweibrücken waren es 9,7 Liter pro Quadratmeter und in Riedelberg an der französischen Grenze waren es 8,8 Liter pro Quadratmeter.

Der Niederschlag konzentrierte sich auf sieben Tage. Der meiste Niederschlag fiel in Lambsborn mit 5,8 Litern pro Quadratmeter am 30. An diesem Tag mischten sich auch Schneeflocken unter die Tropfen. An keinem Tag wurde hier Nebel beobachtet. Tage mit starkem Wind gab es zwei. „Heitere Tage“ (Bewölkungsmittel unter 20 Prozent) gab es acht. „Trübe Tage“ (Bewölkungsmittel über 80 Prozent) zählte man ebenfalls acht. Die restlichen Tage lagen dazwischen. Zu insgesamt 53,5 Prozent war der Himmel während dieses Monats von Wolken überzogen (weniger als normal). Die Sonnenscheindauer erreichte daher beachtliche 176 Stunden. Das entspricht 160,9 Prozent des langjährigen Mittels, so viel wie bisher noch nicht in einem Oktober.